Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Jorge Luis Borges
Jorge Luis Borges: Gesammelte Werke, Band 10
Die Anthologien: Handbuch der phantastischen Zoologie, Das Buch von Himmel und Hölle, Buch der Träume
Klappentext
Herausgegeben von Gisbert Haefs und Fritz Arnold. Aus dem Spanischen übersetzt von Gisbert Haefs, Maria Bamberg, Ulla de Herrera und Edith Aron. Sein Name steht stellvertretend für die moderne Literatur in Lateinamerika: Jorge Luis Borges. In diesen Anthologien fesselt er den Leser mit einer fremden Welt jenseits unserer Alltagserfahrungen. Nicht weniger als 120 Phantasiewesen hat der aus Argentinien stammende Autor in den jahrtausendealten Vorstellungen der Menschen entdeckt oder selbst erfunden: vom Behemoth der Bibel, den Chimären der Griechen und den Dämonen der Juden bis zu den Drachen des Fernen Ostens und dem Einhorn des Mittelalters.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.01.2009
Feudig begrüßt Rezensent Jochen Schimmang diese Ausgabe der Anthologien von Jorge Luis Borges, die das "Handbuch der phantastischen Zoologie" (1957), "Das Buch von Himmel und Hölle" (1960) und das "Buch der Träume" (1976) in einem Band versammelt. Er würdigt die verlegerische und übersetzerische Leistung dieser Borges-Werkausgabe, die mit den Anthologien fast abgeschlossen ist, lobt die Anmerkungen, vermisst nur ein Lesebändchen. In den Anthologien findet Schimmang ein fantastisches Bestiarium, das zahllose Fabelwesen, Trolle und Nymphen, das Einhorn, den Phönix und Kafkas Odradek vorstellt. Borges' Texte glänzen für ihn durch Humor und "grenzenlose Phantasie". Nach all den neuen Realismen und Thomas-Mann-Revivals ist es nach Ansicht des Rezensenten wieder an der Zeit, mit Borges einen Autor zu lesen, der tut, "was Literatur eigentlich tun sollte". Und das ist für ihn: "Welt nicht abbilden, sondern neue Welten schaffen, zum grenzenlosen Vergnügen des Lesers."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.09.2008
Heinz Schlaffer, emeritierter Professor für Literaturwissenschaften, begrüßt diesen neuen Band der "Gesammelten Werke" von Jorge Luis Borges, der drei Anthologien des Schriftstellers vereinigt und so Hunderte von Texten über phantastische Tiere, Himmels- und Höllenbilder, wahre und falsche Träume versammelt, die sich aus der Weltliteratur wie auch aus entlegenen Quellen speisen. Durch die Zusammenstellung wird für Schlaffer der "innere Zusammenhang von Mythen, theologischen Konstruktionen und psychischen Energien" sichtbar. Die Texte - er hebt beispielhaft den über die Figur des "Baldanders" hervor - lösen seines Erachtens beim Leser immer wieder Verwunderung und Nachdenken aus. Er bescheinigt dem Autor unglaubliche Belesenheit, sieht in den Büchern aber keine wissenschaftliche Lexika, sondern eher eine Art "Bilderbuch aus der Kindheit des Menschengeschlechts".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








