Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Ulrike Thiesmeyer. Ein kleines katalanisches Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Als Feliu Delargo, ein Kind noch, von seinem Vater einen Cellobogen erbt, ist dies der Beginn einer großen Musikerkarriere. Mit vierzehn geht er nach Barcelona, um Unterricht bei einem berühmten Cellisten zu nehmen, mit siebzehn an den spanischen Hof nach Madrid. Dort begegnet er Justo Al-Cerraz, einem exzentrischen Pianisten, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft und Rivalität verbinden wird - und nicht zuletzt die gemeinsame Liebe zu der geheimnisvollen Aviva. In Anlehnung an das außergewöhnliche Leben Pablo Casals erzählt Der Bogen des Cellisten von einem hochbegabten Musiker und lässt ein halbes Jahrhundert spanischer Geschichte lebendig werden. Ein fesselnder, atmosphärischer Roman von großer erzählerischer Kraft.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.09.2008
Freundlich hat Katharina Granzin diesen Künstlerroman von Andromeda Romano-Lax aufgenommen. Im Mittelpunkt des Romans sieht sie den Cellisten Feliu Delargo, dessen Figur an den weltberühmten Musiker Pablo Casals angelehnt ist, über den die Autorin ursprünglich eine Biografie verfassen wollte. Bei ihrer Recherchen über Casals sei Romano-Lax auf viele Seitenstränge der Geschichte gestoßen, so dass sie ihren ursprünglichen Plan geändert und satt eines Sachbuchs einen Roman geschrieben habe. Das ist der Autorin nach Ansicht von Granzin gut gelungen. Sie würdigt das Werk als "intelligenten, souverän erzählten Entwicklungsroman", der zugleich einen Abriss spanischer Geschichte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in den Bürgerkrieg bietet. Besonders hebt sie die Darstellung der politischen Hintergründe hervor. Sie bescheinigt der Autorin, ihre Hauptfigur bei aller "moralischen und künstlerischen Vorbildhaftigkeit" zu einem "echten, weil auch zweifelnden und in Liebesdingen ziemlich glücklosen Menschen" zu machen. Allerdings bedauert sie den Mangel an Musik in diesem Musikerroman. Zwar gibt es Komponisten-Namedropping, und auch die Bachschen Cellosuiten werden erwähnt. Aber Granzin fehlt letztlich die Beschreibung der Musik, für sie die "etwas enttäuschende Leerstelle" in einem ansonsten gelungenem politisch-historischen Künstlerroman.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








