Kurz nach ihrer Ankunft in Finnland ertrinkt die junge Eddie de Wire in einem Moorsee an der Küste. Ein Tod, der unter den dortigen Bewohnern schon bald zum Mythos wird. Wer war schuld am Tod des amerikanischen Mädchens? Wieso hat ihr Freund Björn sich am nächsten Tag erhängt? Und was hat Bengt, der ebenfalls in Eddie verliebt war, mit ihrem Tod zu tun?
Mit Begeisterung hat Rezensentin Katharina Granzin diesen Kriminalroman gelesen, in dem sie auch noch einmal die große Freiheitsblase der siebziger Jahre platzen sieht. Es geht um zwei 1968 ertrunkene Jugendliche und ihren Freund, der sich erhängte, weshalb das Geheimnis dieser Tode nie aufgeklärt werden konnte. Für Granzin eröffnet dieses Buch mit seiner "feingesponnenen, suggestiven Prosa" auch die dunkle Seite des berühmten "Mumintals" der Schriftstellerin Tove Jansson. Denn im vorliegenden Fall hat die Landschaft ihre Unschuld verloren, die sie in den Jugenbuchklassikern über die Mumins noch hat. Auch die "großartige Übersetzung" von Sigrid Engeler hat Anteil daran, dass die Rezensentin sich in den assoziativen Sprachstrudel dieses Buches samt seiner Geheimnisse gerissen fühlte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.09.2008
Mit fast hymnischen Ton feiert Rezensent Aldo Keel diesen harten, "ja brutalen Pubertätsroman", in dessen Zentrum seinen Informationen zufolge die Geschichte der Mädchen Sandra und Doris steht, die den Tod einer Altersgenossin aufklären wollen. Das Buch lese sich wie Free Jazz schreibt er ergriffen, und Musik sei auch wichtiges Ingrediens in dem Buch, dessen Autorin John Cassavetes als ihr Vorbild nenne. Monika Fagerholm führt dem Eindruck des Rezensenten zufolge anhand der Geschichte der beiden Teenager eine erodierende Gesellschaft und karikiere "die Erwachsenen als depressive und selbstbezogene Monster", deren Opfer die Jugend sei.
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