Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Klaus Marbach und seine Frau, die Juristin Manon de Montmollin, haben sich in der Arbeit am sogenannten Bergier-Bericht über die Schweizer Neutralitätspolitik im Zweiten Weltkrieg kennengelernt. Als sie sich trennen, setzt er seine Recherche im badischen Nieburg, im Herzen des Bühlerschen Aluminium-Imperiums, auf eigene Faust fort: "Das Böse in Nieburg, ich möchte wissen, wo es herkam und wie man ihm widersteht." Lange merkt Marbach nicht, dass er ausgezogen ist, das Fürchten zu lernen. Denn die Verstrickung der Kriegsgeneration und diejenige ihrer Nachkommen wird zu seiner eigenen. Es ist Imogen Selber-Weiland, die letzte der Bühler-Dynastie und Alleinerbin, die seine Nachforschungen protegiert und sich seiner Fantasie zunehmend bemächtigt. Bald gerät Marbach auch auf die Spur ihrer ehelichen Verbindung mit dem auf geheimnisvolle Weise abwesenden genialischen Schriftsteller Iring Selber...
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.02.2009
Burkhard Müller sagt es nirgendwo direkt, aber mit Adolf Muschgs jüngstem Roman scheint er sich gelangweilt zu haben. Dabei fehlt es in diesem Buch nicht an bewegten Handlungsmotiven, stellt der Rezensent klar: In der Geschichte um ein Schweizerisch-deutsches Unternehmen, eine millionenschwere Firmenerbin, ihren nichtsnutzigen Ehemann und einen Berliner Historiker, der die Firmengeschichte in der NS-Zeit erkunden will, wird Intrige, eine Gruppenvergewaltigung, eine Tötung auf Verlangen und noch so manches andere aufgefahren. Laut Rezensent schlummert all dies aber im Hintergrund und wird von behäbigen Dialogen verdeckt, die zwar durchaus reizvoll "Lokalkolorit" verströmen, die Handlung aber nicht gerade vorantreiben.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2008
Nicht wirklich schlau ist Rezensent Dieter Borchmeyer aus dem neuen Buch von Adolf Muschg geworden. Aufklärungsroman? Aufhellung der unbewältigten Vergangenheit? Oder wolle Muschg am Ende seinen Lesern andeuten, worin wahre Poesie bestehe? Der Roman habe in seiner ?an Episoden überquellenden Handlung? nur wenige Grundlinien. Der Rezensent versucht, einige dieser Linien nachzuzeichnen: die Geschichte vom Kommissar, der den Mord an einer Millionärin aufklären soll und die ihres Großvaters, eines Schweizer Aluminiumfabrikanten. Dann komme noch ein Privatgelehrter dazu, der die Schweizer Neutralitätspolitik während des Zweiten Weltkrieges aufarbeite. Und das rätselhafte Foto einer Kinderhochzeit bei einem Festumzug im Jahr 1949. Aber so recht fügt sich für Borchmeyer, der zwar zwei kleine Shakespeare-Essays im Text brillant findet und auch sonst auf immer wieder aufschlussreiche Exkurse trifft, insgesamt nichts zusammen und am Ende zuckt er die Achseln, denn aus seiner Sicht bleiben die Zeichen des Romans blind.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.09.2008
Vierzig ist Klaus Marbach, ehemals Mitglied der Schweizer Armee, nun Geschichtsstudent, als seine Frau ihm eröffnet, sie werde sich von ihm trennen - wegen einer anderen Frau. Dieser Schock wirft Marbach aus der Bahn und weit zurück führt der Weg ihn und den Leser des Romans, in die Geschichte des 20. Jahrhunderts, auf die Spuren der Nationalsozialisten. Es stellt sich aber bald heraus, so der Rezensent Roman Bucheli, dass die Abgründe, die sich auftun, auch für Klaus Marbach eine "Schmerzzone" sind, in der er einer Figur mit dem sprechenden Namen Iring Selber begegnet. Genauestens komponiert findet Bucheli diesen Roman, der ein "geschlossenes Universum" entwirft und raffiniert verspiegelt, ohne doch darauf zu bestehen, alle Fragen zu klären. "Kühn ausgedacht" sei das und bei aller Präzision und Bewusstheit entstehe doch nie der Eindruck des allzu genau und allzu künstlich Kalkulierten.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








