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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franziska Gräfin zu Reventlow

Von Paul zu Pedro

Vergnügliche Männertypologie einer Bohemienne

Cover: Von Paul zu Pedro

Manesse Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3717540742
ISBN-13 9783717540748
Gebunden, 552 Seiten, 24,80 EUR

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Klappentext

Franziska zu Reventlow (1871-1918) war eine der schillerndsten Figuren der Münchner Boheme um 1900. Bekanntheit erlangte sie vor allem durch ihre turbulente Lebensweise und zahlreiche Liebhaber. Auch in ihrem autobiografisch geprägten Roman geht es Schlag auf Schlag "von Paul zu Pedro", und das ohne Reue und Herzschmerz. Die Reventlowsche Ironie macht dabei selbst vor der eigenen Person nicht halt: "Wie angenehm, dass man als Frau keine Logik zu haben braucht!"

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Franziska Gräfin zu Reventlow: Von Paul zu Pedro - Leseprobe beim Manesse Verlag

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.09.2008

Mit viel Wohlwollen bespricht Angelika Overath das Buch "Von Paul zu Pedro" von Franziska zu Reventlow, bei dem es sich auch um so etwas wie eine erotische Phänomenologie handelt. Reventlow, die das Buch aus Geldnöten schrieb, wie die Rezensentin verrät, lässt darin eine Frau ihrem gerade abgereisten Geliebten von ihren erotischen Erfahrungen mit den verschiedensten Männern erzählen. Overath lässt sich von der Offenheit und Anmut dieser Bekenntnisse, die immer klar aber niemals "indiskret" sind, gefangen nehmen. Besonders fasziniert hat sie die überzeugende Beschreibung einer Begegnung in der Hotelhalle, in der die Briefschreiberin das "Geheimnis einer Übereinkunft" ohne auch nur ein Wort zu wechseln mit einem zukünftigen Liebhaber erlebt. Am Ende weist sie noch auf eine ebenfalls gerade erschienene, von Gunna Wendt verfasste Biografie der berühmten Protagonistin der Münchner Boheme hin, deren "Wille zum Glück" und Radikalität im Begehren die Rezensentin fasziniert.

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