Margaux de Weck (Hg.)

Ich habe dich beim Namen gerufen

Eine Anthologie deutscher Namenspoesie aus vier Jahrhunderten
Cover: Ich habe dich beim Namen gerufen
Die Andere Bibliothek/Eichborn, 2007
ISBN 9783821862019
Gebunden, 376 Seiten, 28,50 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Klaus Harprecht. Namen zeichnen, wie die Römer zu wissen meinten, ein Schicksal vor. Womöglich prägen sie den Charakter? Dass ein Name die Person, die er bezeichnet, genau treffe und ihre Eigenschaften in kürzester Zeit zusammenfasse; oder umgekehrt, dass sich die Eigenschaften, die man einem Namen zuschreibt, auf die Person übertragen mögen - das sind Sehnsüchte, die allein die Poesie einzulösen vermag. Denn hier ist ein Name nie nur ein Name, sondern Chiffre dessen, was Dichter von Goethe über Heine und Benn bis Gernhardt mit der benannten Person verbinden: Empfindungen, Erlebnisse, Phantasien. Das Buch versammelt nicht nur hundertachtzig Namensgedichte von A wie Anna über J wie Jakob bis Z wie Zora, sondern geht auch den Ursprüngen der Namen nach, forscht nach historischen, literarischen oder biblischen Vorbildern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2008

Als nette Idee, wenn auch nicht ganz unproblematisch, will Hans-Martin Gauger diese Anthologie mit Namensgedichten erscheinen. Wenn er auch den biblischen Titel in diesem Zusammenhang als unangemessen kritisiert und feststellt, dass Namen als alleiniges Kriterium für die Auswahl ein ziemlich breites, will sagen unkonturiertes Spektrum eröffnen, so muss er trotzdem zugeben, dass ihm die Gedichtsammlung sowohl in der von der "Anderen Bibliothek" gewohnt ansprechenden Aufmachung wie in den vielen mal "schönen", mal "interessanten" vor allem aber sehr unterschiedlichen Gedichten gefällt. Die meisten Gedichte handeln natürlich von der Liebe und es sind in der Überzahl Dichter, die hier gegenwärtige oder verflossene Geliebte besingen, erklärt der Rezensent. Wenn Herausgeberin Margaux de Weck - "Jahrgang 1979", wie Gauger hervorhebt - "allzu vorsichtig" schreibt, es seien mehr Autoren als Autorinnen "gedruckt und überliefert" worden, rückt der Rezensent dies kategorisch zurecht, indem er schreibt: "Es gibt oder gab halt mehr Dichter als Dichterinnen".

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