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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wlodzimierz Odojewski

Als der Zirkus kam

Roman

Cover: Als der Zirkus kam

SchirmerGraf Verlag, München 2008
ISBN-10 386555055X
ISBN-13 9783865550552
Gebunden, 140 Seiten, 16,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Barbara Schaefer. Marek ist kein Kind mehr, als gegen Ende des Kriegs ein Zirkus in die Stadt kommt. Er verliebt sich in die geheimnisvolle Liliputanerin Simone und sieht sich einem Sturm schöner, beunruhigender Gefühle ausgesetzt. Meisterhaft versteht es Odojewski, in diesen Momentaufnahmen das Erwachsenwerden in schwieriger Zeit zu schildern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2008

Marta Kijowska ist davon überzeugt, dass die beiden Bücher von Wlodzimierz Odojewski, die der SchirmerGraf Verlag gerade in deutscher Übersetzung herausgebracht hat, nun auch den hierzulande fast Unbekannten einbürgern werden. Auch der zwei Erzählungen enthaltende Band "Als der Zirkus kam" handelt vom Krieg und wieder ist ihr Held der Junge Marek, erklärt die Rezensentin. In der Titelerzählung verliebt er sich in die Liliputanerin Simone, Mitglied eines Wanderzirkus', der allerdings bei Nacht und Nebel fliehen muss, weil der Doktor des Dorfes sich als Spitzel der Deutschen entpuppt. In "In der Abenddämmerung" mischen sich bittere Kriegserfahrungen Mareks mit der ersten Liebe zur Cousine. Kijowska ist bezaubert von der Zartheit dieser mal melancholischen mal durchaus lustigen Erzählungen. Ob diese Texte allerdings autobiografisch sind, wie man denken könnte, vermag die Rezensentin nicht zu sagen, gibt sich der Autor in den "seltenen Interviews" doch sehr verschwiegen, wie Kijowska weiß.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.08.2008

Rezensentin Maike Albath hat sehr gern gelesen, wie Wlodzimierz Odojewski in seinen Erzählungen ganz  gegensätzliche Erfahrungswelten miteinander verbindet. In einer Geschichte lässt er seinen jugendlichen Protagonisten Marek inmitten von Kriegswirren sich verlieben. Die Stimmung, die so entsteht, ist in den Augen der Rezensentin "wundersam entrückt". Dass das Kontrastreiche so gut miteinander aufgeht, liegt nach Albaths Meinung an der "sprachlichen Behutsamkeit, mit der Odojewski seine Szenerien entfaltet". Der Autor schafft es, einen "kindlichen Blick" auf die Geschehnisse zu werfen, ohne sich anzubiedern.

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