Monatelang reiste die taz-Journalistin Bettina Gaus durch 34 Bundesstaaten der USA, um herauszufinden, was seine Bewohner von sich und ihrem Land, der Weltlage oder den Europäern halten. Welche Rolle spielt es, Angehöriger der einzigen Weltmacht zu sein? Was denken Amerikaner über den Irak-Krieg, illegale Einwanderung, Leben ohne staatliche Sozialversorgung? Sind sie so, wie wir sie uns vorstellen? Wie tolerant, rassistisch, religiös, mobil, naiv, nach Glück strebend, konservativ oder liberal sind die Amerikaner auf dem Land und in den Städten? Bettina Gaus Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen erzählen von den gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Realitäten und Widersprüchen Amerikas. Dabei folgt sie der Reiseroute eines berühmten Amerikaners: John Steinbeck, der sich 1960 auf dem Höhepunkt des Wahlkampfs zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon auf eben diesen Weg gemacht und seine Eindrücke in einem Buch festgehalten hatte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2008
Sehr eingenommen ist Nils Minkmar von Bettina Gaus' Amerika-Buch, für das die Journalistin drei Monate durch die Kleinstädte der Vereinigten Staaten gereist ist. Entstanden ist in seinen Augen ein Buch, das eher in der literarischen Tradition eines Bruce Chatwin steht als in der "amtlicher Amerika-Korrespondenten". Die Menschen, denen Gaus begegnet ist, und deren Geschichten findet Minkmar mal skurril, mal witzig, mal anrührend. Spürbar ist für ihn die Verunsicherung des Landes. Bei der Lektüre hat er eine Menge über Amerika und seine Kleinstädte erfahren. Besonders gefallen hat ihm der Tonfall der Texte, den er als "persönlich" und "neugierig" beschreibt. Sein Fazit: ein "kluges Buch voller Charme und Humor".
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