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Klappentext
Dominic Johnson erklärt die Hintergründe der Kriege des Landes und beschreibt, wie die politischen und wirtschaftlichen Konflikte in Zentralafrika die Gegenwart prägen. Johnson, der entlang der Menschen schreibt und forscht, erklärt, warum die ungelösten Probleme des Kongo Sprengkraft für ganz Afrika besitzen. Das Buch schließt eine Lücke auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Die Spannungen, die zu den Kongo-Kriegen seit 1996 führten, wurden durch den Friedensschluss 2003 und die Wahlen 2006 nicht gelöst. Obwohl reich an Rohstoffen zählt der Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt. Demokratische Entwicklungen werden immer wieder von den jeweiligen Machthabern sabotiert. In Kongos Ostregion Kivu tobt bis heute ein grausamer Milizenkrieg, der die Gesellschaft zerreißt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.08.2008
Sehr informativ und deshalb lesenswert findet der Rezensent mit dem Kürzel "ach” das Kongo-Buch des Journalisten Dominic Johnson. Darin hat der taz-Auslandsredakteur seine langjährigen Erfahrungen und Analysen zur ehemaligen belgischen Kolonie zusammengetragen. Der Rezensent lobt die prägnante und ideologiefreie Einführung zur Geschichte Kongo-Kinshasas im ersten Teil des Buches sowie die daran anschließende Chronik der Ereignisse seit dem Sturz des Putschisten Mobutu durch die Rebellenkoalition AFDL, die sich hauptsächlich auf tagesaktuelle Nachrichten stütze. Obgleich kenntnis- und detailreich, wecke die Darstellung weitergehendes Interesse, meint der Rezensent. Denn auch Johnson, ausgewiesener Kongo-Kenner, weiß "ach” zufolge auf die Frage nach der künftigen Entwicklung des ethnisch und poltisch höchst zersplitterten Landes keine endgültige Antwort.
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