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zuletzt aktualisiert 17.03.2010, 14.22 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dominic Johnson

Kongo

Kriege, Korruption und die Kunst des Überlebens

Cover: Kongo

Brandes und Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3860997432
ISBN-13 9783860997437
Kartoniert, 212 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Dominic Johnson erklärt die Hintergründe der Kriege des Landes und beschreibt, wie die politischen und wirtschaftlichen Konflikte in Zentralafrika die Gegenwart prägen. Johnson, der entlang der Menschen schreibt und forscht, erklärt, warum die ungelösten Probleme des Kongo Sprengkraft für ganz Afrika besitzen. Das Buch schließt eine Lücke auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Die Spannungen, die zu den Kongo-Kriegen seit 1996 führten, wurden durch den Friedensschluss 2003 und die Wahlen 2006 nicht gelöst. Obwohl reich an Rohstoffen zählt der Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt. Demokratische Entwicklungen werden immer wieder von den jeweiligen Machthabern sabotiert. In Kongos Ostregion Kivu tobt bis heute ein grausamer Milizenkrieg, der die Gesellschaft zerreißt.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.08.2008

Sehr informativ und deshalb lesenswert findet der Rezensent mit dem Kürzel "ach” das Kongo-Buch des Journalisten Dominic Johnson. Darin hat der taz-Auslandsredakteur seine langjährigen Erfahrungen und Analysen zur ehemaligen belgischen Kolonie zusammengetragen. Der Rezensent lobt die prägnante und ideologiefreie Einführung zur Geschichte Kongo-Kinshasas im ersten Teil des Buches sowie die daran anschließende Chronik der Ereignisse seit dem Sturz des Putschisten Mobutu durch die Rebellenkoalition AFDL, die sich hauptsächlich auf tagesaktuelle Nachrichten stütze. Obgleich kenntnis- und detailreich, wecke die Darstellung weitergehendes Interesse, meint der Rezensent. Denn auch Johnson, ausgewiesener Kongo-Kenner, weiß "ach” zufolge auf die Frage nach der künftigen Entwicklung des ethnisch und poltisch höchst zersplitterten Landes keine endgültige Antwort.

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