Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Guantanamo und Abu Ghraib sind nur zwei Namen, die für unfassbare Vorwürfe an die derzeitige US-Regierung wegen Menschenrechtsverletzungen stehen. Aber die brutalen Verhörmethoden der CIA lassen sich nachweislich bis zu Erkenntnissen aus Menschenversuchen des Dritten Reichs zurückverfolgen. Bis in die 60er Jahre hinein und auf deutschem Boden perfektionierte der amerikanische Geheimdienst die grausame Verhörpraxis der Nazis und schrieb sie in einem Folter-Handbuch fest, das heute wieder verstärkt Anwendung findet. In seinem aufwendig recherchierten, schockierenden Report entlarvt der Fernsehjournalist und Buchautor Egmont R. Koch die Doppelmoral, mit der die USA gegen den weltweiten Terrorismus Krieg führen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.01.2009
Nikolaus German kann es nicht fassen. Egmont R. Kochs Enthüllungsbuch über die Folterpraktiken der Bush-Regierung jagt dem Rezensenten Schauer über den Rücken. Die realistischen Schilderungen von Folteropfern der CIA findet er hart an der Grenze des Erträglichen, wenngleich nötig, so räumt er ein, um das Unrecht des Bush-Regimes öffentlich zu machen. Zweifel an der Authentizität der Befunde hinterlässt der Band indessen kaum. Die Quellenarbeit des Autors erscheint German akribisch genug, um dem Verdikt zu trauen, es handele sich bei Abu Ghraib keinesfalls um einen Einzelfall, sondern bloß um die Spitze des Eisbergs. Hilfreich findet German, dass Koch nach den historischen Wurzeln der Folterpraxis gräbt und dem Leser Verbindungslinien zum Nationalsozialismus aufzeigt. So erscheinen die von Bush und seinen Schergen geduldeten beziehungsweise initiierten Schrecken beinahe folgerichtig.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.08.2008
Andreas Schwarzkopf findet Egmont R. Kochs Buch über die Methoden der CIA "lesenswert". Das Bild des Geheimdienstes, das der Autor zeichnet, scheint ihm ziemlich finster. Ihm gelingt nach Schwarzkopfs Ansicht aber der Nachweis, dass die CIA in Guantanamo nach Methoden foltert, die von Nazis entwickelt worden waren. Dabei zeige Koch auch auf, wie überflüssig diese Methoden im Grunde seien, denn die CIA habe längst elegantere und subtilere Techniken entwickelt. Mit diesen hätte die CIA nach dem 11. September 2001 nach Einschätzung des Rezensenten mehr erreicht als mit den angewandten brutalen Methoden, die wohl eher von Rachebedürfnissen motiviert waren.
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Uangenehm plausibel
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