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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Egmont R. Koch

Die CIA-Lüge

Folter im Namen der Demokratie

Cover: Die CIA-Lüge

Aufbau Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3351026587
ISBN-13 9783351026585
Gebunden, 224 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Guantanamo und Abu Ghraib sind nur zwei Namen, die für unfassbare Vorwürfe an die derzeitige US-Regierung wegen Menschenrechtsverletzungen stehen. Aber die brutalen Verhörmethoden der CIA lassen sich nachweislich bis zu Erkenntnissen aus Menschenversuchen des Dritten Reichs zurückverfolgen. Bis in die 60er Jahre hinein und auf deutschem Boden perfektionierte der amerikanische Geheimdienst die grausame Verhörpraxis der Nazis und schrieb sie in einem Folter-Handbuch fest, das heute wieder verstärkt Anwendung findet. In seinem aufwendig recherchierten, schockierenden Report entlarvt der Fernsehjournalist und Buchautor Egmont R. Koch die Doppelmoral, mit der die USA gegen den weltweiten Terrorismus Krieg führen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.01.2009

Nikolaus German kann es nicht fassen. Egmont R. Kochs Enthüllungsbuch über die Folterpraktiken der Bush-Regierung jagt dem Rezensenten Schauer über den Rücken. Die realistischen Schilderungen von Folteropfern der CIA findet er hart an der Grenze des Erträglichen, wenngleich nötig, so räumt er ein, um das Unrecht des Bush-Regimes öffentlich zu machen. Zweifel an der Authentizität der Befunde hinterlässt der Band indessen kaum. Die Quellenarbeit des Autors erscheint German akribisch genug, um dem Verdikt zu trauen, es handele sich bei Abu Ghraib keinesfalls um einen Einzelfall, sondern bloß um die Spitze des Eisbergs. Hilfreich findet German, dass Koch nach den historischen Wurzeln der Folterpraxis gräbt und dem Leser Verbindungslinien zum Nationalsozialismus aufzeigt. So erscheinen die von Bush und seinen Schergen geduldeten beziehungsweise initiierten Schrecken beinahe folgerichtig.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.08.2008

Andreas Schwarzkopf findet Egmont R. Kochs Buch über die Methoden der CIA "lesenswert". Das Bild des Geheimdienstes, das der Autor zeichnet, scheint ihm ziemlich finster. Ihm gelingt nach Schwarzkopfs Ansicht aber der Nachweis, dass die CIA in Guantanamo nach Methoden foltert, die von Nazis entwickelt worden waren. Dabei zeige Koch auch auf, wie überflüssig diese Methoden im Grunde seien, denn die CIA habe längst elegantere und subtilere Techniken entwickelt. Mit diesen hätte die CIA nach dem 11. September 2001 nach Einschätzung des Rezensenten mehr erreicht als mit den angewandten brutalen Methoden, die wohl eher von Rachebedürfnissen motiviert waren.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren