Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Schleichende Entfremdung

Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer

Cover: Schleichende Entfremdung

Oldenbourg Verlag, München 2008
ISBN-10 3486586726
ISBN-13 9783486586725
Kartoniert, 136 Seiten, 16,80 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Gian E. Rusconi, Thomas Schlemmer und Hans Woller. Deutschland und Italien sind durch eine lange und wechselvolle Geschichte verbunden. Nach Allianzen, Kriegen mit- und gegeneinander sowie der brutalen Besetzung der Apenninhalbinsel durch die Streitkräfte des Dritten Reichs schienen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern endlich ein glückliches Gleichgewicht im Zeichen der europäischen Integration gefunden zu haben. Der Fall der Berliner Mauer, der Zusammenbruch des Ostblocks und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten im Oktober 1990 führten jedoch zu einer grundlegenden Neuordnung des politischen Koordinatensystems in Europa, in dem das Gewicht Deutschlands auch gegenüber Italien wuchs. Seither reißen die Warnungen vor einer schleichenden Entfremdung nicht mehr ab. Der vorliegende Band liefert eine Bestandsaufnahme der bilateralen Beziehungen und versucht eine Antwort auf die Frage, wie es um das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien wirklich bestellt ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2008

Erhellend findet Rezensentin Christiane Liermann diesen Sammelband, der sich mit dem deutsch-italienischen Verhältnis seit der Wiedervereinigung Deutschlands befasst. Die Beiträge diskutieren vor allem, ob es wirklich Grund zur Sorge um die gegenseitigen Beziehungen gibt. Neben Gian Enrico Rusconis eher pessimistischer Diagnose einer Entfremdung zwischen Deutschen und Italienern hebt Liermann den Beitrag des Historikers Hans Woller hervor, der beide Länder in solider Freundschaft verbunden sieht. Auch die Beiträge zum wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Italien und Deutschland dokumentieren für sie "maßvollen Optimismus". Auffällig scheint ihr jedenfalls, dass die Zivilgesellschaften beider Länder besser zusammenarbeiten, "als es Politik und Medien bisweilen vermitteln". Warum das so ist, wird zu ihrem Bedauern nicht vertieft, hier sieht sie Forschungsbedarf.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.07.2008

Julius Müller-Meiningen betont, dass die Autoren dieses Sammelbandes sämtliche denkbaren Kriterien (politische, wirtschaftliche, kulturelle) heranziehen, mit denen sich das deutsch-italienische Verhältnis messen lässt. Dass sie sich dabei durchaus uneins und ihre Thesen mitunter sogar genau entgegengesetzt sind, hält Müller-Meiningen für einen seltenen und reizvollen Quell der Spannung. Zwar markiert der Mauerfall für viele Beiträger einen Wendepunkt, wie der Rezensent erkennt, doch während ein Autor die Verarmung der politischen Kultur zwischen beiden Staaten beklagt, liest Müller-Meiningen, wie ein anderer dies als Panikmache abtut und u. a. auf blühende kulturelle Beziehungen verweist.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren