Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gustav Regler

Das Ohr des Malchus

Eine Lebensgeschichte

Cover: Das Ohr des Malchus

Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main und Basel 2007
ISBN-10 3878774753
ISBN-13 9783878774754
Kartoniert, 884 Seiten, 34,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Herausgegeben von Gerhard Schmidt-Henkel und Hermann Gätje. Der 1898 in Merzig/Saar geborene und 1963 in Indien gestorbene Autor konnte zu diesem Zeitpunkt ein umfangreiches Oeuvre vorweisen. Ein bewegtes und stets gefährdetes Leben: katholische Kindheit in Merzig, zunächst patriotisch hochgestimmte Teilnahme am Ersten Weltkrieg mit schwerer Verwundung, Studium in Heidelberg und München, Arbeit als Journalist in Nürnberg, Eintritt in die KPD 1929, 1933 Emigration in das Saargebiet und nach Frankreich, Engagement und Agitation als Schriftsteller im Exil, Mitarbeit am "Braunbuch" über den Reichstagsbrand, Teilnahme an Schriftstellerkongressen in Moskau und Paris, Reisen in die Sowjetunion, politischer Kommissar im Spanischen Bürgerkrieg und schwere Verwundung, Lagerhaft in Le Vernet, schließlich Exil in Mexiko, Lösung von der KPD und Anfeindungen als Renegat. Der Bericht endet im Jahr 1945 mit dem Tod seiner Frau Mieke, der Tochter Heinrich Vogelers.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.07.2008

Der hier rezensierende Schriftsteller Ludwig Harig sieht in den Lebenserinnerungen von Gustav Regler, die jetzt wieder als zehnter Band einer Werkausgabe erscheinen, nicht nur einen exemplarischen Lebenslauf im 20. Jahrhundert. Das "wechselhafte" Leben des 1898 im saarländischen Merzig geborenen Schriftstellers, der vom politischen Kommissar der Internationalen Brigade im Spanischen Bürgerkrieg zum Antikommunisten wurde, sieht er in diesem Buch auch zum Erzählprinzip erhoben. Harig erkennt darin ein "Bekenntnis zur Wechselhaftigkeit" und stellt eingenommen fest, dass Regler ohne Sentimentalität, und "Pathos" zu berühren vermag und dabei fesselnd aus dem Spanischen Bürgerkrieg oder bewegend über den Tod seiner Frau erzählt. Der von Herausgeber Gerhard Schmidt-Henkel gemachten Beobachtung, Regler würde seinen Erzählungen oft überflüssige Erklärungen hinterherschicken, stimmt der Rezensent zwar zu, schreibt dies aber dessen "wesensbedingtem Wechseltrieb" zu.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren