Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Walter Hollstein

Was vom Manne übrig blieb

Krise und Zukunft des starken Geschlecht

Cover: Was vom Manne übrig blieb

Aufbau Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3351026595
ISBN-13 9783351026592
Gebunden, 304 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Die Gesellschaft muss nach vier Jahrzehnten Feminismus auch ihr Bild vom Mann neu definieren. Männer wurden lange Zeit als Wesen ohne Probleme wahrgenommen, sie verfügten über Macht, verdienten mehr Geld als Frauen, galten als potent - sozial, politisch, sexuell, gesundheitlich, beruflich. Doch zunehmend steckt das "starke Geschlecht" in der Krise: In Industrienationen sterben Männer durchschnittlich sechs Jahre früher als Frauen, Jungen schneiden in der Ausbildung und im Studium häufig schlechter ab als Mädchen, Obdachlosigkeit, Suchtkrankheiten, Suizid treffen deutlich mehr Männer als Frauen. Mit anderen Worten: Der Lack der traditionellen Männlichkeit ist ab.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2008

Verhalten äußert sich Rezensent Oliver Müller zu Walter Hollsteins Buch über die gegenwärtige Krise der Männlichkeit. Den gesamten Männerkrisendiskurs betrachtet er eher skeptisch. Ein großes Problem sieht er darin, dass Dinge miteinander in Verbindung gebracht werden, die eigentlich nicht zusammen gehören. So unterstreicht er, dass die zu Gewalttätigkeit führende kulturelle Orientierungslosigkeit junger Männer in Deutschland weniger eine Sache des männlichen Identitätsverlusts ist, sondern soziale, ausbildungstechnische und berufliche Ursachen hat. Genanntes Problem stellt er auch bei Hollsteins "Was vom Manne übrig blieb" fest. Die Klage über die heute angeblich nur negative Bewertung von Männlichkeit führt nach Ansicht Müllers leicht zu einer "latent verschwörungstheoretischen Stimmungslage". Davon ist in seinen Augen auch Hollsteins Buch nicht frei.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2008

Der Autor als jammernde Kassandra, die vor der Entmannung des Mannes warnt? Lieber begreift Ernst Horst das Buch als "komisches Panorama" des ewigen Kampfes zwischen Mann und Frau und Walter Hollstein als jemanden, der sein Geld als Männerforscher verdient und darum propagandistisch hier ein bisschen auf die Pauke haut. Horst jedenfalls stuft sich selbst nicht als bedrohte Spezies ein und hält die Argumentation des Autors weder für stabil noch besonders differenziert oder fantasievoll. Für materialreich allerdings schon. Und wenn Hollstein auch die Wahrheit schreibt, so bleibt dem Rezensenten festzustellen, dass daraus "systematisch ausgewählt" wird, um die These vom untergebutterten Mann zu festigen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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