Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine grausige Entdeckung. In einem kleinen Dorf ist ein Massaker begangen worden, achtzehn Menschen wurden auf bestialische Weise getötet. Die Polizei vermutet die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin von der Tat liest, wird ihr sofort klar, dass ihre Adoptiveltern August und Britta Andren unter den Mordopfern sind. Und mehr noch: So gut wie alle Ermordeten haben etwas mit ihr zu tun. Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt zu recherchieren. Ihre Suche führt sie nach China, wo sie auf die grausamen Machenschaften der politischen Führungselite stößt. "Der Chinese" ist nicht nur ein Thriller, sondern erzählt auch davon, was passiert, wenn ein Land zur wirtschaftlichen Supermacht wird, während im Inneren ein System politischer Unterdrückung herrscht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2008
In recht deutliche Worte fasst Mark Siemons seine Ablehnung von Henning Mankells "Der Chinese": Als Krimi oder Polit-Thriller könne er das weitgehend wenig originelle Buch nicht bezeichnen, dazu ging ihm in diesem "Gefühlte-Geschichte-mit-aktuellen-Auswirkungen-Roman" die Handlung zu schleppend voran. Mit den "aktuellen Auswirkungen" meint der Rezensent die Morde, die ein psychopathischer Chinese an Schweden begeht, um sich für das Unrecht, das seine Vorfahren vor 150 Jahren durch Schweden erlitten haben, zu rächen. Der (einzige) Vorzug des Romans besteht für den Kritiker darin, dass er die chinesisch-europäische Beziehung im 19. Jahrhundert eingängig thematisiert und dadurch Fragen aufwirft. Aber diese pädagogische Absicht sieht Mark Siemons durch den surrealen "Mief" und die eindimensionale Darstellung der Chinesen desavouiert.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.06.2008
Mit diesem Buch geht Henning Mankell endgültig zu weit. Findet Martin Bauer, Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Im Aufmacher des Feuilletons geht der Rezensent wenig auf die Konstruktion und Sprache des Thrillers ein, sondern nutzt die Besprechung, um Mankells Weltbild einmal näher unter die Lupe zu nehmen. Und er kann darin nichts anderes erkennen als einen "weichgespülten Maoismus". In der Prinzipienkluft zweier Figuren, der Beamtin und Klassenkämpferin Hong Qui und ihrem Bruder, dem Großindustriellen Ya Ru, sieht der Rezensent eine Mankell'sche "Aktualisierung von Ideen Mao-Tse-Tungs", die ihm geradezu "unheimlich" vorkommt. Abgestoßen ist Bauer von Mankells Versuch, dem beklagten ewigen "Egoismus der Individuen" den absoluten Führungsanspruch des Staates ("dem kältesten Ungeheuer der Moderne") entgegensetzen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








