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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thomas Hürlimann

Der Sprung in den Papierkorb

Geschichten, Gedanken und Notizen am Rand

Cover: Der Sprung in den Papierkorb

Ammann Verlag, Zürich 2008
ISBN-10 325060125X
ISBN-13 9783250601258
Gebunden, 136 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

"Der Sprung in den Papierkorb" versammelt Kleinodien, die im Lauf der letzten Jahre entstanden sind. Hürlimann erzählt, wie er mit einem Lineal zum Dichter geschlagen wurde. Anhand von Schillers Tell erklärt er, daß die Schweizer zugleich Rebellen und Reaktionäre sind. In der Gestalt eines Garderobiers beobachtet er das ins Theater strömende Publikum, und an der Klosterschule Einsiedeln besucht er eine Unterrichtsstunde bei Pater Kassian, seinem ehemaligen Physiklehrer. Hürlimann tummelt sich im Dichtergarten von Cadenabbia, entdeckt auf dem Fußballplatz die Kugelform der Seele und klettert aus Platons Höhle ins Freie. Der Titel stammt aus einem Brief an den Verlag: »Liebe Marie-Luise, lieber Egon, wieder einmal bin ich mit viel Anlauf in den Papierkorb gesprungen.«

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2008

Ganz angetan zeigt sich Hans-Peter Kunisch von diesem Buch Thomas Hürlimanns, das eine Reihe bereits veröffentlichter Reden, Zeitungs-- und Zeitschriftenaufsätze versammelt. Normalerweise ist von solch einem Buch seines Erachtens nicht allzu viel zu erwarten. Aber im vorliegenden Fall ist es dem Autor zur Freude von Kunisch gelungen, aus den bekannten, aber überarbeiteten Texten "etwas Interessantes" zu machen und zwar auf "unangestrengte Weise". Er sieht in dem Buch nämlich eine "Art Entwurf zu einer Autobiografie in Etappen". Denn, wie er darlegt, folgt Hürlimann in diversen Aufsätzen motivischen Spuren, die durch die Überarbeitung der Texte deutlicher zu sehen sind.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.05.2008

Als gleichermaßen vergnüglich wie erhebend gestaltet sich für Martin Krumbholz die Lektüre von Thomas Hürlimanns jüngstem Buch, in dem Gedanken zum Schreiben, über die Liebe und über den Fußball versammelt sind. Während der Schweizer Autor Liebesdinge doch eher in "Randnotizen" verbannt hat, allerdings "wunderschöne", wie der Rezensent versichert, und das Thema Schreiben naturgemäß die Hauptsache dieser Reflexionen ausmacht, erklärt er seinen Lesern höchst faszinierend den Fußball mithilfe platonischer Philosophie, freut sich Krumbholz, der in Hürlimann einen "exzellenten" Schriftsteller bewundert.

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