Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ninni Holmqvist

Die Entbehrlichen

Roman

Cover: Die Entbehrlichen

Fahrenheit Verlag, München 2008
ISBN-10 3940813001
ISBN-13 9783940813008
Gebunden, 269 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Schwedischen von Angelika Gundlach. Dorrit Wegner lebt in nicht allzu ferner Zukunft. Sie gehört zu den Entbehrlichen, denjenigen, die ihre Produktivität nicht durch die Geburt eines Kindes unter Beweis gestellt haben. Und so wird sie an ihrem 50. Geburtstag in die Einheit eingewiesen, eine Anlage, die, obwohl mit allem nur erdenklichen Luxus ausgestattet, nur einem Zweck dient: Die Bewohner müssen sich für psychologische Tests und Organentnahmen zur Verfügung stellen, bis hin zu einer radikalen Operation, der so genannten Endspende für die Benötigten, die zum sicheren Tod des Spenders führt. Überraschend schnell gewöhnt sich die eigentlich freiheitsliebende Dorrit in die Einheit ein, bis sie in dem Mitbewohner Johannes die erste große Liebe ihres Lebens findet. Mehr noch: Sie wird schwanger just in dem Moment, in dem Johannes erfährt, dass er für die finale Operation vorgesehen ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2008

Für Rezensent Arnd Rühle hat Ninni Holmqvists Roman durchaus provozierendes Potential. Es handelt sich, erfahren wir, um die schaurige Zukunftsvision einer Gesellschaft, die Menschen per demokratischen Mehrheitsbeschluss in "entbehrliche" Organspender und "Benötigte", eingeteilt hat. Holmqvists Hauptfigur, die kinderlose 50-jährige Schriftstellerin Dorrit wird in einem als Wellness-Paradies ausgebauten Lager interniert, das quasi als Organ-Ersatzteillager des Landes fungiert, wo sie sich verliebt und sogar schwanger wird, fasst der Rezensent zusammen. Leider neigt die Heldin dazu, sich ungehemmt ihren redundanten Gedanken- und Gefühlsregungen hinzugeben und abschweifend ihre Vorgeschichte zu beleuchten und so ist aus dem Roman nicht das "beachtliche" Werk geworden, das es hätte sein können, so Rühle bedauernd.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.05.2008

Bissig und provokant findet Kai Wiegandt diesen Roman aus dem neu gegründeten Münchner Fahrenheit Verlag. Die von Ninni Holmqvist entworfene Vision eines Lagers für Entbehrliche, Künstler und Intellektuelle nämlich, misst er an ihrem Gegenwartsbezug und stellt fest, dass die Autorin aktuelle Produktivitätsforderungen biopolitisch überspitzt und ihnen konsequent Humanismus entgegensetzt. Dass ihm nicht alle Voraussetzungen, mit denen die Autorin arbeitet (die Idee vom einsam tätigen Künstler etwa), stimmig erscheinen und ihm Holmqvists Stil eher spröde vorkommt, hält den Rezensenten nicht davon ab, uns das Buch als gedankenreichen Anstoß zur Diskussion über die vermeintliche Gleichheit der Menschen zu empfehlen.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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