Als Massenphänomen hatte der Fußballsport seit den 1920er Jahren enorm an wirtschaftlicher Bedeutung und gesellschaftlicher Akzeptanz gewonnen. Dies fand seinen Niederschlag im Alltagsleben, in Presse und Rundfunk, in Literatur, Film und bildender Kunst. Veränderten sich in den 1930er und 1940er Jahren das Gesicht des Fußballsports und die Sichtweise auf ihn in der Berichterstattung und in den Künsten? Gab es eine zeitspezifische Fußballsportfotografie oder -karikatur mit unverkennbar nationalsozialistischer Ästhetik? Wie wurde die Symbolik des Fußballspiels eingebunden, gedeutet und (um)interpretiert im nationalsozialistischen Alltag? Diese und andere Aspekte der Kulturgeschichte des Fußballs im Dritten Reich werden in diesem Band behandelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2008
Ein wenig skeptisch nähert sich Alexander Kissler diesem Band mit dem "angemessen drögen Titel". Was die dreizehn von Markwart Herzog zusammengetrommelten Autoren, Historiker allesamt, zum Thema Fußball und Nationalsozialismus zu sagen haben, erscheint dem Rezensenten jedoch rasch als überfälliger Versuch, das Märchen vom Nazi-Propagandavehikel Fußball zu entkräften. Dass die Beiträger dem Fußball eine "eigene Realitätsdimension" attestieren und ihn zwischen Vereinnahmung und Resistenz ansiedeln, beurteilt Kissler nach Sichtung des in dem Band präsentierten Materials u. a. aus Sportpresse und Wochenschauen als durchaus angemessen.
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