Zahlen steuern das Leben der Protagonisten in der ersten durchgehenden Geschichte von Thomas Ott. Der Zettel mit der Nummer 73304-23-4153-6-96-8 bringt dem Henker, der nach der Hinrichtung die Todeszelle aufräumt, zuerst Glück. Er wird reich, verliebt sich in eine schöne Frau, dann aber beginnt der Abstieg...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.04.2008
Rezensent Fritz Göttler ist ziemlich beeindruckt von der Geschichte, die sich der Schweizer Comic-Künstler Thomas Ott hier ausgedacht hat. Er zeigt, wie es sein Markenzeichen ist, eine Welt, die sich "nicht zum Strahlen bringen" lässt. Alles ist bis ins "letzte traurige Detail" ausgeführt. Trotzdem ist Otts Fatalismus nach Meinung des Rezensenten ein spielerischer, und das liegt daran, dass eine Zahlenkombination die zentrale Rolle in der Geschichte spielt. Trotzdem wirkt die offensichtlich überzeugend in Szene gesetzte Düsternis nach, denn für Göttler bleibt das "unangenehme Gefühl, dass die Bedeutungen jener Zahl noch keineswegs ausgeschöpft sind, dass ein Rest womöglich bleibt für unser eigenes Leben".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…