Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Manfred Zittel

Erste Lieb' und Freundschaft

Goethes Leipziger Jahre

Cover: Erste Lieb' und Freundschaft

Mitteldeutscher Verlag, Leipzig 2007
ISBN-10 3898124673
ISBN-13 9783898124676
Gebunden, 248 Seiten, 18,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

1765 wird Goethe vom Vater zum Jurastudium nach Leipzig geschickt. Doch nutzt der Sechzehnjährige die Zeit lieber anders, flaniert durch die modische Messestadt, besucht Gellerts Literaturkurs und nimmt Zeichenunterricht bei Oeser, er schauspielert und lernt die Kupferstecherei. Aus den vielen anregenden Begegnungen der Leipziger Zeit stechen zwei hervor: In Wolfgang Behrisch findet der dichtende Student seinen ersten ernsthaften Kritiker und in der Wirtstochter Katharina Schönkopf seine erste Liebe. Dennoch werden beide später in "Dichtung und Wahrheit" nur beiläufig erwähnt - und seither von der Goethe-Forschung mehr oder weniger übersehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.08.2009

Vorzüglich bekommt Gustav Seibt bei Manfred Zittel des jungen Goethes frühes Leid auseinandergesetzt. Pädagogisch wertvoll findet Seibt die von Zittel vorgeschlagene Lektüre der Leipziger Briefe einmal nicht unter stilistischen Aspekten, sondern als Zeugnisse einer Pubertätskrise. Dass der Autor mit seiner Perspektive auf Liebe und Freundschaft zudem auch einmal Goethes Adressaten und ersten Erzieher Ernst Wolfgang Behrisch ins Blickfeld rückt, freut Seibt ungemein. Und wenn sich Zittel den vollen Wortlaut der Briefe vornimmt, gerät der Rezensent mitten hinein ins Drama. Zum Werther ist?s von da nicht weit, meint er.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2008

Christian Schärf hat Manfred Zittels Buch über Goethes Leipziger Jahre sehr positiv aufgenommen. Er attestiert dem Autor, diesen Lebensabschnitt des Dichters in einem "neuen Licht" erscheinen zu lassen und eingehend darzustellen. Besonders hebt er Zittels Auffassung hervor, die Wurzeln von Goethes Sprache der Leidenschaft, die später etwa im "Werther" ganz Europa begeistern sollte, lägen in seiner Leipziger Zeit. Auch wenn Schärf die Präsentation der Thesen etwas gebetsmühlenhaft anmutet, hält er sie doch für recht plausibel und wohl begründet. Zudem lobt er die sorgfältige Recherchen des Autors - er nennt hier vor allem die Auswertung von dreiundsechzig erhaltenen Briefen Goethes zwischen dem 12. Oktober 1765 und dem 20. Februar 1770 - sowie seine "differenzierte" Darstellung.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren