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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Fossier

Das Leben im Mittelalter

Cover: Das Leben im Mittelalter

Piper Verlag, München 2008
ISBN-10 3492050921
ISBN-13 9783492050920
Gebunden, 496 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Michael Bayer, Enrico Heinemann, Reiner Pfleiderer. Sein Leben lang hat sich der große französische Historiker Robert Fossier mit dem Mittelalter beschäftigt. Jetzt legt er, als Höhepunkt seines Lebenswerks, ein unkonventionelles Buch über das Leben im Mittelalter vor. "Ich rede von all dem, was sonst nicht zur Sprache kommt: vom Regen und dem Feuer, vom Wein und den alltäglichen Ritualen, vom Umgang mit der Natur und den Tieren, von der Hacke und der Ernte: also von all dem, was den Menschen im Mittelalter wirklich bewegt hat."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.09.2008

Einen kritischen Blick wirft Rezensent Olaf B. Rader auf Robert Fossiers Buch "Das Leben im Mittelalter". Der Titel scheint ihm etwas ungenau, geht es doch nicht um das gesamte Epoche, sondern um französischen Mittelalter des 12. bis 14. Jahrhunderts. Was ihm an dem Buch des renommierten französischen Mediävisten vor allem stört, sind die seines Erachtens übertriebenen Ankündigungen des Autors, erstmals richtig und überhaupt die Alltagsgeschichte des Mittelalters darzustellen, als gäbe es nicht die großen Werke von Arno Borst, Aaron Gurjewitsch oder Carlo Ginzburg. Er attestiert dem Autor, seine Alltagsgeschichte "im Plauderton" vorzutragen und über die Stadien des Lebens, Geburt und Tod, Krieg und Frieden, Ehe und Familie, über den Menschen als solchen, die Vorstellungen über Gut und Böse oder die Seele zu berichten. Allerdings wirkt das Buch auf den Rezensenten wegen seines strukturalistischen Ansatzes auf ihn oft "blutleer", "weil das Individuum mit seinen Geschichten hinter der allgemeinen Geschichte verschwindet". Andererseits findet Rader durchaus auch Abschnitte, die ihm wohl gelungen und auch unterhaltsam erscheinen. Dagegen moniert er das Fehlen von Bibliografie und Register.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2008

Ein "Meisterwerk" erblickt Michael Borgolte in diesem Band des französischen Agrarhistorikers Robert Fossier über das Leben im Mittelalter. Er sieht das Buch, das er als Summe von Fossiers Forscherleben würdigt, in der der Tradtion der Annales-Schule und vergleicht es mit den großen Werken von Jacques Le Goff, einem Altersgenossen des Autors. Beide teilen in seinen Augen den Ansatz, die "Geschichte der Mächtigen" zu verwerfen, um demgegenüber mittels Archäologie, Anthropologie und Ethnologie von der "materiellen Kultur" auszugehen und das Leben der einfachen Leute und gewöhnlichen Menschen zu erkunden. Borgolte hebt insbesondere Fossiers Betonung des Landes im Mittelalter hervor, seine Ablehnung von Periodisierungen sowie sein Unterfangen, die Unterschiede zwischen den Ständen realistisch einzuebnen. Dabei stellt Fossier Thesen auf, die in Borgoltes Augen provozieren dürften. Insgesamt findet Borgolte das Werk jedoch  überaus lehrreich, nicht nur im Blick auf das Mittelalter: "Es lehrt die Lebenden Bescheidenheit vor den Leistungen anderer."

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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