Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Susan Sontag

Zur gleichen Zeit

Aufsätze und Reden

Cover: Zur gleichen Zeit

Carl Hanser Verlag, München 2008
ISBN-10 3446230041
ISBN-13 9783446230040
Gebunden, 296 Seiten, 21,50 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Reinhard Kaiser. Eine Sammlung von Texten aus Susan Sontags letzten Jahren, die ihren Rang als engagierte Essayistin nachdrücklich bestätigt. Sontag, die so viele bedeutende europäische Autoren für Amerika entdeckt hat, beschäftigt sich hier mit Dostojewski, Pasternak und Rilke, aber sie engagiert sich auch für weniger bekannte Schriftsteller wie Anna Banti, Victor Serge oder Halldor Laxness. Ihrem Text zum 11. September, der in den USA einen Skandal auslöste, folgen zwei weitere Aufsätze zum selben Thema, die staunen machen ob der politischen Weitsicht, die Sontag bewies. Schließlich folgen Ansprachen zu Themen wie Literatur und Freiheit, Mut und Widerstand, gehalten anlässlich der Verleihung wichtiger Preise.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2008

Recht heterogen sind die Themen, die Susan Sontag in den Aufsätzen dieses Bandes behandelt, den Paolo Dilonardo und Anne Jump posthum herausgegeben haben. Politische Texte wie Sontags Aufsätze zum 11. September oder zu Abu Ghraib stehen dort neben Dankesreden, einem Essay "Über Schönheit" oder Bekenntnissen zu Autoren der europäischen Literaturgeschichte. Die einzige Klammer der Texte scheint der Rezensentin die Autorin selbst zu sein, mag dies auch durch die eigenwillige Persönlichkeit gerechtfertigt sein. Als "intellektuelle Ikone" wusste Susan Sontag um ihre Stärke als Essayistin, überlegt Köhler, die ein wenig bedauert, dass Quantität, andererseits aber auch ihrer brillianten Reflexion geschuldet ist, die ihr literarisches Ouevre stets überstrahlte. Gegen den Eindruck, mit diesen letzten Schriften halte man eine Art Bilanz in Händen verwahrt sich die Rezensentin allerdings, die schließlich ein wenig bedauert, dass die Fülle von Sontags Essays ihre literarischen Leistungen als Schriftstellerin so sehr überstrahlte.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.04.2008

Andreas Dorschel hat sich über dieses Buch mit Reden und Essays, die aus dem Nachlass von Susan Sontag nun auch auf Deutsch herausgegeben wurden, richtig geärgert. Während die Auswahl von Paolo Dilonardo und Anne Jump alle bewährten Tugenden von Sontags Denken und Schreiben belegt und klare, kluge und komplexe Texte zu Themen wie dem 11. September oder über die Fragwürdigkeit der Schönheit versammelt, grenze die Übersetzung ins Deutsche von Reinhard Kaiser an Rufschädigung, wettert der Rezensent. Dorschel gibt einige Beispiele für unschöne, lückenhafte oder gar falsche Übersetzungen und stellt traurig fest, dass obwohl Sontags Schreiben auch in den postum erschienen Texten auf der "Höhe ihrer besten Prosa" steht, die Übertragung ins Deutsche davon nichts spüren lässt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren