Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Francois Vallejo

Monsieur Lambert und die Ordnung der Welt

Roman

Cover: Monsieur Lambert und die Ordnung der Welt

Aufbau Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3351032315
ISBN-13 9783351032319
Gebunden, 253 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen übersetzt von Christel Gersch. Nach dem Tod seines Vaters kehrt der junge Baron de l'Aubepine 1848 auf das Landgut in der Normandie zurück, um die Nachfolge des Schlossherrn anzutreten. Die väterliche Gefolgschaft schickt er zum Teufel, bis auf den Wildhüter Lambert, dem er sich merkwürdig verbunden fühlt. Lambert indes beobachtet seinen neuen Herrn mit Argwohn. Fremd und unheimlich ist ihm dieser launische Adlige mit seinen Sehnsüchten und perversen Neigungen, mit seiner Begeisterung für eine aufscheinende neue Weltordnung, die die Gewissheiten des Wildhüters, ja seine Existenz in Frage stellt. Doch Lamberts Tochter begegnet dem exzentrischen Hausherrn und seiner lebenslustigen Geliebten viel zu neugierig. Als der Baron in seiner Verstiegenheit Victor Hugo aus dem Exil entführen will, muss Lambert die Ordnung seiner Welt verteidigen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.09.2008

Weit zurück in die Zeit der Revolutionen von 1848 und in eine "imaginäre Normandie" versetzt das Buch unseren Rezensenten. Ganz angenehm scheint Georg Renöckl das zu finden. Sogar den "brutal direkten" Ton, das rasante Erzähltempo und den ständigen Wechsel der Redeweisen lässt er sich gefallen. Die anfängliche hohe Spannung der Geschichte über einen exaltierten Schlossherrn und seinen erdigen Wildhüter kann Francois Vallejo zwar nicht immer halten, der Rezensent hält ihm dennoch die Treue. Einfach zu faszinierend erscheint ihm der Klang, den der Text auch in seiner "stimmigen" Übersetzung behält und ausstrahlt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2008

Anfangs liest Joseph Hanimann Francois Vallejos Doppelporträt eines konservativen Wildhüters und seines fortschrittlichen Dienstherrn im Frankreich um 1848 noch mit gutmütigem Interesse. Der revolutionäre Hintergrund dieses Jahres, in dem die sozialen Beziehungen aus den Fugen geraten, ist Vallejo nämlich nur die Folie für die Schilderung einer verzwickten, ja beizeiten "perversen" Beziehung zwischen Herr und Knecht, so der Rezensent. Vallejo konstruiere diesbezüglich einige "reizvoll abstruse Situationen". Das alleine genügt natürlich noch nicht für ein gutes Buch. Und da Vallejo in den Augen des Rezensenten damit scheitert, die einzelnen Elemente zu kanalisieren und auf etwas hin zu verdichten, läuft die Geschichte leider "narrativ ins Leere". Die Übersetzerin Christel Gersch verrichte ihren Dienst zwar wacker, könne aber den Untergang des Schiffes schließlich auch nicht verhindern.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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