Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Fatou Diome

Ketala

Roman

Cover: Ketala

Diogenes Verlag, Zürich 2007
ISBN-10 3257066023
ISBN-13 9783257066029
Gebunden, 254 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Brigitte Große. Wer ist die Frau, die zum Sterben nach Afrika zurückgekommen ist? Man weiß nichts von ihr. Ihre treuesten Begleiter, einige Habseligkeiten, drohen in Kürze in alle Winde zerstreut zu werden. Doch vor der Erbteilung bleiben den Möbeln noch sechs Nächte und fünf Tage, um einander die abenteuerliche Geschichte ihrer Besitzerin zu erzählen...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.01.2008

Sehr eingenommen ist Heinz Hug für Fatou Diomes Roman über eine junge Afrikanerin, die in Frankreich als Prostituierte arbeitet, eine unheilbare Krankheit bekommt und zum Sterben nach Afrika zurückkehrt. Dass die Autorin die Habseligkeiten der Frau, einige Möbel und andere Gegenstände, als Erzähler antreten und ihr bewegtes Leben erzählen lässt, mag ungewöhlich erscheinen, wirkt auf Hug allerdings nicht seltsam. Die als Persönlichkeiten mit Wertvorstellungen gezeichneten Gegenstände, bereichern für ihn durch ihre Diskussionen über die Menschen und ihre Eigenheiten, ihre Kritik an unzeitgemäßen afrikanischen Traditionen vielmehr den Roman. Sie bringen seines Erachtens zudem einen Humor hinein, der eine "Balance zwischen Trauer und Heiterkeit" schaffe. Hug schätzt das Buch als ebenso gelungen wie Diomes ersten Roman, wobei dessen "schrille Töne" im vorliegenden Werk fehlen. Im Unterschied zum ersten Roman konstatiert er hier außerdem eine stärkere Präsenz "afrikanischer Oralität" als "Modell des Erzählens", was für ihn sowohl an den zahlreichen Sprichwörtern und Redensarten, Anekdoten und Sprachbildern als auch am Rhythmus und die Musikalität der Sprache erweist.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren