Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Fritz Senn hat sich seit fünf Jahrzehnten dem Leben und Werk von James Joyce verschrieben und dabei wesentlich zum Bekanntheitsgrad und zur Verbreitung des Werkes des großen irischen Schriftstellers im deutschen Sprachraum beigetragen. Nun steht er einmal selbst im Mittelpunkt. Die Anglistin Christine O'Neill hat ihn in zahlreichen Interviews befragt und hat Erstaunliches über Joyce selbst, von der weltweiten Joyce-Community, Übersetzungsproblemen, Wortspielen und der literarischen Theorie in Erfahrung gebracht. Es wird auf Konflikte, etwa um den maßgeblichen Text des "Ulysses" oder das Problem mit dem Copyright und einem Joyce-Nachkommen, eingegangen. Aber auch der Mensch Fritz Senn, sein Beruf als Lektor bei den Verlagen Diogenes und Haffmans, seine Liebe zu Fotografie, Jazz und Fußball kommen zur Sprache.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.06.2008
Sehr angetan zeigt sich Rezensent Jörg Drews von diesem langen Interview, das Christine O'Neill mit dem Philologen Fritz Senn geführt hat. Er würdigt Senn als hochgelehrten Joyce-Experten und "Hauptfigur der Joyce-Gemeinde". Dass das Buch keine konventionelle Gelehrten-Autobiografie ist, scheint ihm durchaus erfreulich, zumal Senns Reden auf Verständlichkeit zielt, was für Drews bei einem so komplizierten Gegenstand wie James Joyce und dessen komplexes Werk von Vorteil ist. Viel hat er dann auch erfahren über Joyce und die einmalige internationale Schar von Joyce-Forschern und -Verehrern. Zudem gibt's interessante Einblicke ins "Menschliche ihres Beobachters und Mit-Akteurs" sowie "ins Allzumenschliche anderer Protagonisten des Joyceanismus".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2008
Thomas Hermann preist dieses Buch aus dem hauseigenen NZZ-Verlag, in dem die in Dublin lebende Schweizer Anglistin Christine O'Neill den Direktor der "Zürich James Joyce Foundation" Fritz Senn befragt. Der gerade 80 Jahre alt gewordene Senn gilt als bester Kenner des Joyceschen Werks, und auch seine Gesprächspartnerin zeigt sich als echte Joyceanerin, die mit dem Oeuvre des irischen Schriftstellers eng vertraut ist, betont der Rezensent. Ihre knappen, genauen Fragen bringen dann auch viele interessante Details über Senns sich ausschließlich um Joyce drehendes Lebenswerk, über Menschen, die Joyce kannten oder die sich ebenfalls mit dem literarischen Werk Joyces befassen, hervor, erklärt der Rezensent. Insbesondere die Begegnungen mit dem "unberechenbaren" Enkel von James Joyce, der die Rechte am Joyceschen Werk besitzt und sich als wahrer "Forscherschreck" geriert, haben den Rezensenten verblüfft und amüsiert. Ansonsten lässt Senn keinen Zweifel daran, dass er die akribische Textarbeit und die Aufdeckung der vielen Worträtsel und Anspielungen noch immer für den Schlüssel zum tieferen Verständnis von Büchern wie "Ulysses" oder "Finnegans Wake" hält, so Hermann zustimmend.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








