Aus dem Amerikanischen von Friedrich Mader. England im Jahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen die modernsten Schiffe ihrer Zeit die "Terror" und die "Erebus" auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden: den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je zurückkehren. Dies ist ihre Geschichte.
Für spannender als Stephen King hält Jörg Sundermeier diesen Autor. Allerdings hat Dan Simmons Roman über John Franklins Polarexpedition dem Rezensenten zufolge mehr zu bieten als "Suspense". Sundermeier gruselt's, wenn Simmons beispielsweise die Praxis des Kannibalismus erläutert. Er selbst verschlingt lieber das Buch. Und staunt über die Sorgfalt der Recherche, die sämtliche Theorien über das Scheitern der Expedition miteinbezieht. Schlicht "meisterhaft" findet Sundermeier, wie Simmons die Vielfalt der gewählten Perspektiven und Erzählstränge im Griff hat. Nur manchmal stört ihn die Allwissenheit des Autors und dessen Begeisterung für die den aufgeschmissenen Polarforschern überlegene Lebensweise der Inuit.
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