Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Olaf Georg Klein
Zeit als Lebenskunst
Klappentext
Zeit kann man nicht sparen, Zeit muss man leben - ein Buch wider den Beschleunigungswahn der westlichen Gesellschaft. Wie kommt es, dass wir von uns ständig behaupten, wir hätten keine Zeit? Wie ist es um eine Gesellschaft bestellt, die sich aus freien Stücken unter das Diktat der Uhr begeben hat und sich dennoch immerzu beklagt über Zeitnot, Zeitdruck und Zeitmangel? Weshalb erliegen wir so oft dem Irrtum, Zeit sparen zu können, indem wir möglichst viele Dinge schneller - und am besten auch noch gleichzeitig - erledigen?
Olaf Georg Klein gibt Antworten auf diese Fragen und arbeitet an einer Fülle von anschaulichen Beispielen die historischen, philosophischen und ökonomischen Hintergründe heraus, die unser Zeitverständnis bestimmen. Nicht zuletzt ist sein Buch aber auch ein Plädoyer für einen neuen, anderen Umgang mit Zeit und skizziert, was echte "Zeitsouveränität" bedeuten würde und wie wir sie erlangen können.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.01.2008
Nicht wirklich erwärmen kann sich Rezensent Jörg Plath für Olaf Georg Kleins Buch über "Zeit als Lebenskunst". Das Meiste, was er hier zu lesen bekommt, war ihm schon bekannt, etwa dass Zeit ein menschliches Konstrukt ist, dass man unterscheiden muss zwischen Ereigniszeit, mechanischer Zeit und erlebter Zeit usw. Er konstatiert einigen rhetorischen Aufwand und reiches Ausschmücken mit zahllosen Zitaten von Aristoteles bis Herbert Marcuse. Letztlich scheint ihm das Buch aber auf die Einsicht hinauszulaufen, dass wir heute dabei sind, die Gegenwart zu vergessen. Kleins Plädoyer fürs "Hier und Jetzt" sieht Plath zudem mit einem "Griff in die esoterische Mottenkiste" verbunden: Für Rhythmus statt Takt spreche sich der Autor aus, im Verein mit Körperlichkeit, Balance, Entspannung, Achtsamkeit, Tiefendimension und "Flow-Erfahrung", die nicht weiter erläutert werde. Auch wenn Plath einräumt, dass die Ausführungen nicht unbedingt falsch sein müssen, hat ihn das zeitraubende Buch nicht überzeugt.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Bücher von Lesern empfohlen
Shahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Aus dem Englischen von Ursula Ballin. Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane ...
Javier Marias: Dein Gesicht morgen
Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...
Archiv: Bücherschauen
Dichtung und Tischtennis
18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


