Im gegenwärtigen Japan wird viel Mühe darauf verwendet, die eigene Lebenssituation zu verstehen und günstig zu gestalten. Häufig leiten Schicksalsdeutungen als Ausgangspunkt für neue Entschlüsse rituelle Prozesse ein. Die vorliegende religionswissenschaftliche Untersuchung analysiert solche Rituale in Shinto, Buddhismus und in neuen Religionen. Sie stellt Beispiele wie Divination, Amuletterwerb sowie Beratung und Heilung aus der religiösen Alltagskultur vor. Zahlreiche Abbildungen ergänzen die Studie, die so ein facettenreiches Bild der japanischen Religionen der Gegenwart entstehen lässt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007
Wie die beiden Autoren Michael Pye und Katja Triplett den japanischen Volksglauben auf seine Praktiken und Orientierungsangebote abklopfen und noch in der Popkultur Religiöses entdecken, findet Steffen Gnam "anschaulich". Staunend erfährt er von den Einflüssen sowohl weltlicher Motive als auch anderer Religionen auf die japanische Religiosität und von "alternativen Erlösungsentwürfen". Religion und Rationalität erscheinen ihm nach der Lektüre weniger gegensätzlich.
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