Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jaume Cabre

Die Stimmen des Flusses

Roman

Cover: Die Stimmen des Flusses

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3458173633
ISBN-13 9783458173632
Gebunden, 667 Seiten, 22,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Katalanischen von Kirsten Brandt. Was geschah wirklich am 18. Oktober 1944 in dem Pyrenäenort Torena? Als Tina Bros sechs Jahrzehnte später in der alten Dorfschule ein hinter der Schiefertafel verborgenes Tagebuch entdeckt, ahnt sie nicht, dass sie an Dinge rührt, die in ihrer Verquickung aus Schuld und Scham, aus Leidenschaft und Fanatismus das ganze Drama einer schlimmen Zeit spiegeln. Noch weniger ahnt sie, dass der Schatten von damals bis in ihre eigene Gegenwart ragt. In den Händen hat sie die Lebensgeschichte des Dorfschullehrers Oriol Fontelles, einen langen Brief an seine Tochter, der diese nie erreicht hat, die Bitte, von ihr und der Nachwelt nicht verurteilt zu werden. Tina, deren eigenes Leben in Unordnung geraten ist, setzt alles daran, herauszufinden, was damals tatsächlich geschah. Sie erfährt von Oriols tragischer Liebesbeziehung zu der schönen und mächtigen Elisenda Vilabru, deren Vater und Bruder zu Beginn des Bürgerkriegs von Anarchisten ermordet wurden, davon, wie Elisenda in ihrem Bedürfnis nach Rache alle Fäden zieht und wie ihr Geliebter Oriol Fontelles als heimlicher Widerständler ein gefährliches Doppelspiel beginnt, das in der Dorfkirche von Torena sein schicksalhaftes Ende findet. Für Tina Bros jedoch ist die Geschichte nicht beendet, denn alter Hass und alte Leidenschaften gären weiter, die Vergangenheit ist nicht vergangen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2008

Die komplexe Handlung und die nicht minder schwierige Struktur des Romans von Jaume Cabre hat der Rezensentin einiges an Geduld abverlangt. Schließlich aber erscheint ihr die vor dem Hintergrund des felsigen Kataloniens und des spanischen Bürgerkriegs angesiedelte Geschichte um einen zwischen Falangismus und Widerstand schwankenden Mann wie ein "kühn geschnittener Film". Das Buch liest sie als Liebesgeschichte, aber auch als zeitlose politische Tragödie, die dem Leser Einsichten in die Wirkungsweise von Ideologien zu vermitteln vermag.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.11.2007

Jaume Cabres Roman über die düstere Zeit des spanischen Bürgerkriegs, der Franco-Diktatur und deren Spätfolgen bis heute hat Kersten Knipp tief beeindruckt. Auch wenn das Buch als Beitrag zu den aktuellen Debatten um die spanische Geschichtspolitik gelesen werden kann, versteht er es keinesfalls als Thesenroman. Dafür scheint ihm das Buch, das in vielen verwickelten Geschichten die Biografien mehrerer Generationen lebendig werden lässt, viel zu "kunstvoll". Besonders lobt Knipp die erzählerischen Fähigkeiten des Autors, sein souveränes Spiel mit Wechseln von Zeiten und Ebenen, und das eindringliche historische Panorama, das er zeichnet.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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