Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Dieses Buch untersucht die Ausspähung der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland durch die Organisation Gehlen und den Bundesnachrichtendienst (BND) vom Ende der vierziger Jahre bis zum Fall der Mauer. Anhand von erstmals freigegebenen Akten des BND und Dokumenten der Spionageabwehr des Ministeriums für Staatssicherheit beschreiben die Autoren Strukturen, Methoden und Alltag westdeutscher Geheimdienstaktionen an der Frontlinie des Kalten Krieges. Dies ist nicht die Geschichte großer Meisterspione und Agentenjäger, sondern Tausender Geschäftsreisender, Kraftfahrer, Studenten, Hausfrauen und Rentner, die im Laufe von vierzig Jahren in Pullachs Diensten spionierten und nicht selten ihren Agenteneinsatz mit langjähriger Haft oder dem Leben bezahlten. Am Beispiel nachrichtendienstlicher Angriffe gegen die Gruppe Sowjetischer Streitkräfte in Deutschland (GSSD) zeigt die vier Jahrzehnte dauernde Konfrontation zwischen BND und MfS die unmittelbar verflochtene Beziehung beider deutscher Staaten nach 1945 im Schnittpunkt von Geheimdienst-, Militär- und politischer Geschichte. Das Buch basiert auf erstmals freigegebenen Akten des BND und gibt Einblicke in die westliche Spionagepraxis.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.11.2008
Eine "thematisch hochinteressante Arbeit" sieht Cornelius Wüllenkemper in dieser Studie von Matthias Uhl und Armin Wagner über deutsch-deutsche Spionage. Er hebt hervor, dass die beiden Militärhistoriker mit die ersten sind, die sich diesem Thema von westlicher Seite nähern und dazu erstmals BND-Unterlagen heranziehen konnten. Ihre Untersuchung der westlichen Spionagetätigkeit gegenüber sowjetischen Militärstützpunkten in der DDR im Kalten Krieg fördert nach Ansicht von Wüllenkemper dann auch neue Erkenntnisse zu Tage, etwa über die Spionage in und um Berlin oder den Umstand, dass BND-Direktor Reinhard Gehlen die Bundesregierung frühzeitig vor der "Abriegelung des Ostteils" gewarnt hat. Allerdings können die Autoren seines Erachtens ihren Anspruch, das Bild des BND zu korrigieren, "trotz neuer Quellen" nicht wirklich einlösen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.2007
Sehr beachtlich scheint Gregor Schöllgen diese Untersuchung der Militärspionage BND in der DDR, die Armin Wagner und Matthias Uhl vorgelegt haben. Die Autoren haben seines Erachtens bemerkenswerte Ergebnisse über die Arbeit des BND zu Tage gefördert. Deutlich wird für ihn, dass die Erkundung der DDR vom BND sehr erfolgreich betrieben wurde, sowohl im Blick auf die dort stationierten Sowjettruppen als auch auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Landes. Er bescheinigt den Autoren, jede Menge Quellen des Bundesarchivs und des einstigen Ministeriums für Staatssicherheit ausgewertet zu haben. Über die politische Steuerung und die innere Struktur und Organisation des BND hat Schöllgen allerdings wenig Substantielles erfahren, was er aber nicht den Autoren, sondern der zögerlichen Haltung des BND ankreidet.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








