Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gennadi Gor

Das Ohr

Phantastische Geschichten aus dem alten Leningrad

Cover: Das Ohr

Friedenauer Presse, Berlin 2007
ISBN-10 3932109511
ISBN-13 9783932109515
Broschiert, 152 Seiten, 16,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen und herausgegeben von Peter Urban.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.02.2008

Rezensent Werner Jung begrüßt diesem Band mit sechs aus den Jahren 1932 bis 1938 stammenden Erzählungen des russischen Schriftstellers Gennadij Samojlovic Gor (1907 - 1981), der hierzulande bislang weitgehend unbekannt ist. In den Geschichten findet er sowohl Bezüge zu Klassikern der russischen Literatur als auch zur literarischen Avantgarde. Die meisten Erzählungen gehen seines Erachtens vom zeitgenössischen Alltag im Stalinismus aus, thematisieren kritisch vor allem das deprimierende Verhältnis der Geschlechter im real existierenden Sozialismus, um dann zunehmend phantastische, groteske und absurde Züge anzunehmen.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2007

Als "atemberaubende Entdeckung" feiert Rezensent Ralph Dutli die Erzählungen des russischen Schriftstellers Gennadi Gor, die zeitgleich mit dessen Leningrad-Gedichten "Blockade" erscheinen. Dutli verortet Gor ebenso im Kreis der "absurdistischen Oberiuten" wie in die Tradition eines Gogols. Denn seit dessen "Nase" gehören sich selbständig machende Körperteile zum Kernbestand der russischen Literatur, bei Gor findet sich die - im Jahr des großen Terrors entstandene - Erzählung "Das Ohr", in der ein Mann mitansehen muss, wie seiner Frau immer mehr Körperteile abhanden kommen, bis schließlich nur noch das Ohr übrig ist. In einer anderen Erzählung beschreibt Gor einen Maler, der verbissen an einem einziges Sujet, einem Glas, arbeite, berichtet der Rezensent, der voll und ganz den Schluss nahelegt, dass Gor seinem eigenen Anspruch gerecht werden muss, nach dem Literatur "extravagant, herausfordernd, verstörend" sein muss.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren