Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Pierre Peju

Schlaf nun selig und süß

Roman

Cover: Schlaf nun selig und süß

Piper Verlag, München 2007
ISBN-10 3492049176
ISBN-13 9783492049177
Gebunden, 336 Seiten, 18,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Französischen von Elsbeth Ranke. Eine Landschaft wie im Märchen: Der Wald umschließt das kleine Dorf, scheint es vor jeder Gefahr zu schützen. Ein Bild des Friedens, das ein düsteres Verbrechen birgt. Welches grausige Geschehen im Krieg brachte einen Vater dazu, Jahre später ausgerechnet hier seine beiden Kinder zu ermorden? Es ist das Jahr 1963, als der junge Franzose Paul während eines Sprachaufenthalts in Deutschland die Wahrheit erfährt, über die jeder so unerschütterlich schweigt. An einem Sommertag von Clara, der schönen, rätselhaften, so ganz anderen Clara, deren Vater den unheilvollen Ort immer wieder mit frischen Rosen ziert. Als Kinder des Friedens entdecken Paul und Clara, dass Gut und Böse auch im Krieg nicht so eindeutig sind, wie es scheint. Und die Liebe, die manchmal so bitter ist wie der Tod.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.11.2007

Interessant vom Ansatz, insgesamt aber dann doch eher bemüht - mit Hang zu Schwulst und Klischee - fand Rezensent Tobias Schwartz diesen französischen Roman über verdrängte NS-Traumata vom Morden. Auch die Konstruktion des Plots um einen französischen Schüler, der in den sechziger Jahren hinter den idyllischen Fassaden eines deutschen Dorfes, in dem er einem Sprachurlaub verbringt, in die psychopathologischen Abgründe der deutschen Seele blickt, scheint dem Rezensenten arg konstruiert und kann ihn auch deswegen nicht überzeugen, weil Pierre Peju sich immer wieder allzu intensiv in Klischees von mordenden und gleichzeitig "Lili Marleen" singenden Nazis und kapriziösen Französinnen ergeht.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren