Bücherschau der Woche
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Eric Clapton
Eric Clapton: Mein Leben
Klappentext
Aus dem Englischen von Kristian Lutze und Werner Schmitz. "Clapton ist Gott" stand im Frühjahr 1965 auf vielen Mauern in London und New York. Er spielte als Gastmusiker u.a. mit den Beatles, den Rolling Stones und George Harrison, in dessen Ehefrau, Patti Boyd, er sich unsterblich verliebt. "Layla", Claptons berühmte Ballade, ist ihr gewidmet. Mehrere Jahre wirbt er um sie, auch mit harten Mitteln ("ich nehme eine Überdosis Heroin, wenn du nicht George für mich verlässt"). 1977 heiraten die beiden endlich, doch die Ehe steht unter keinem glücklichen Stern. Endlich runter vom Heroin, verfällt Clapton dem Alkohol, einer Sucht, die ihm mehrmals fast das Leben kostet. Mitte der Achtziger scheint ihm ein Neuanfang zu glücken, als er, nach jahrelangen Abstürzen und Entzugsversuchen endlich clean, mit Lori del Santo einen Sohn bekommt. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer: Als Vierjähriger stürzt Conor aus dem Fenster eines Manhattener Hochhauses. Clapton verarbeitet den tragischen Tod seines Sohnes in "Tears in Heaven", einem seiner bekanntesten Stücke. In den letzten Jahren arbeitet Clapton als Solokünstler mit Musikern wie Carlos Santana, B.B. King oder J.J. Cale zusammen, tourt mit seiner Band um die Welt - und ist unbestritten: die Nummer 1 unter den Gitarristen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.12.2007
Christoph Dieckmann hat an der Lektüre von Eric Claptons Erinnerungen seine Freude gehabt und weiß zu würdigen, dass der Musiker tatsächlich eigenhändiger Verfasser seiner Memoiren ist. Angenehm fällt dem Rezensenten auf, dass Clapton ganz uneitel von seinem Lebensweg erzählt und er bei der Darstellung seiner Kindheit und Jugend im ärmlichen Provinznest Ripley im Nachkriegsengland ein "Sozialgefühl" an den Tag legt, das ihm später allerdings, wie Dieckmann bedauert, abhanden kommt. Dass sich die Erinnerungen streckenweise wie ein Handbuch des Rock lesen, kann den Rezensenten nicht verwundern und ihn haben Claptons Begegnungen mit prominenten Mitmusikern durchaus gefesselt. Am Ende verrät Dieckmann noch, dass er zwar einige von Claptons neuesten Platten für "Schlaftabletten" hält, ihn auf seinem letzten Konzert aber als erfreulich vital erlebt hat.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.11.2007
Keinen Blues, sondern ein Loblied singt Rezensent Thomas Steinfeld auf Eric Claptons Autobiografie, die ihm die Blues-Geschichte und den Gitarren-"Zentaur" Clapton näher gebracht hat. Er weiß jetzt mehr über Claptons erste Gitarre, dessen Liebe zum Alkohol und zum natürlichen Klang trotz fast vollständiger Taubheit, begegnete Claptons Bands, Vorbildern und Kollegen wie B.B. King oder George Harrison und weiß jetzt zumindest theoretisch, wie man einen Boogie-Rhythmus produziert. Etwas mehr musikalische Reflexionen hätte er sich aber gewünscht, um den überdimensionalen Mythos Clapton und den Aufstieg des Blues in die Popularität besser zu verstehen. In jedem Fall sind ihm Claptons Erinnerungen sympathisch, weil dieser bescheiden bleibt und sich als "schlicht, geradlinig und glücklich beseelt vom Geist, zwar ein wenig besser als die meisten, aber am Ende doch nur einer von vielen" betrachtet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2007
Nach der Lektüre von Eric Claptons Autobiografie hören sich die alten Platten für Edo Reents anders an. Das offene Bekenntnis des Musikers zur Alkoholsucht wirkt auf den Rezensenten so aufrichtig wie erschütternd, weil er spürt, wie sehr der Alkohol das Denken und Fühlen eines Menschen beeinflussen kann. Die Binsenweisheit vom inspirerenden Suff möchte Reents allerdings nicht herbeten. Stattdessen versucht er lieber, dem Dilemma zwischen "Kunst und Kommerz" bei Clapton auf die Spur zu kommen (sehr ergiebig!) und das Kreuz aus Ruhm und privatem Unglück als "Sollbruchstelle" des Buches herauszuarbeiten. Zur Begeisterung für Claptons Musik gesellt sich bei Reents nun der Respekt vor der nüchternen Selbstkritik des Verfassers.
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