Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt. Barbarottis Rätsel: Wir haben zwei Personen, einen Onkel und einen Neffen. Gemeinsam mit einigen weiteren Verwandten kommen diese ein paar Tage vor Weihnachten zusammen, um ein Familienfest zu feiern. In der ersten Nacht löst sich der Onkel in Luft auf. In der nächsten Nacht löst sich der Neffe in Luft auf. Warum?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.12.2007
Rezensent Stephan Opitz ist angetan von diesem Roman des Schweden Hakan Nesser, den er, obwohl darin zwei Tote, ein "halb aufgeklärtes Verbrechen" und ein Kommissar vorkommen, nicht in die bei der "deutschsprachigen Rezeption" angesagte Schublade skandinavischer Kriminalroman gesteckt sehen will. Dementsprechend untergeordnet ist auch die Rolle, die der Ermittler in dieser Geschichte spielt. Mit Henning Mankells Wallander hat Nessers Ansatz jedenfalls nicht viel zu tun, so der Rezensent. Eher ist das Buch ein Familienroman mit etlichen weiteren Handlungssträngen, allerdings eher ein Familienroman der abschreckenden Art: "Insgesamt verführt die Lektüre zu der Einsicht, dass die Familie Quell alles Unangenehmen ist."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2007
Peter Körtes Begeisterung für Hakan Nessers neuen Kriminalroman hält sich in Grenzen, wie er in seiner Besprechung in der FAZ am Sonntag bekundet. Dabei schätzt er Nesser als den besten Krimi-Autor Schwedens. Ein wenig wehmütig blickt er zurück auf die zehn Romane mit Kommissar Van Vetteren. In "Mensch ohne Hund" tritt ein neuer Kommissar auf, Gunnar Barbarotti. Wie Körte berichtet, ist er geschieden, hat eine 18-jährige Tochter, die bei ihm lebt, und eine Affäre. Wirklich aufregend scheint ihm Barbarotti nicht, ebenso wenig wie der Fall, den er in vorliegendem Roman zu lösen hat. Er bescheinigt dem Autor, seine Geschichte routiniert zu erzählen, die Ermittlungen gekonnt an einen toten Punkt zu treiben. Allerdings ist für Körte das Ende recht absehbar und so langweilt er sich ein wenig, lange bevor es erreicht ist. Wobei er es gelassen nimmt und erklärt, Schlüsse und Lösungen seien nie Nessers größte Stärke gewesen. Bezeichnend findet er es daher auch, dass Nessers seines Erachtens bester Roman, "Kim Novak badete nie im See von Genezareth", auch keine klassische Kriminalgeschichte sei.
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