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Klappentext
"Jetzt bin ich König", sagt der sechzehnjährige Ludwig nach gelungenem Staatsstreich, als der Schurke Concini, der mächtige Günstling seiner Mutter Maria von Medici, erschossen auf der Brücke zum Louvre liegt. Die Mutter schickt er in die Verbannung nach Blois, seine Mitverschwörer zeichnet er aus. Seinen Kammerherrn - den Erzähler - Pierre-Emmanuel de Siorac macht er zum Grafen und Grundbesitzer. Aber ein Problem beschäftigt den Hof: der König hat seine Ehe mit Anna von Österreich noch immer nicht "vollzogen". Ganz im Gegensatz zu seinem leidenschaftlichen Vater Henri IV fürchtet er sich vor dem weiblichen Geschlecht, und der Schwarm der über hundert schwatzenden, kichernden spanischen Hofdamen seiner jungen Gemahlin ist ihm ein Gräuel. Dennoch entschließt er sich, der Hochzeitsnacht seiner Schwester beizuwohnen, um sich zunächst einmal über das Prozedere seiner Zeugungspflichten klar zu werden. Doch Ludwig will den Franzosen auch ein guter König und ein starker Herrscher sein. Sieben Jahre schwerer innerer Kämpfe gegen die ewig opponierenden Prinzen, gegen die weiterhin intrigierende Mutter hat er zu bestehen, bis er sich 1623 endlich entschließt, den genialen Richelieu in seinen Ministerrat zu berufen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2000
Andreas Kilb mag sich der Sinn dieses Buchs nicht so recht erschließen. Denn wer an historischen Fakten interessiert ist, wird seiner Ansicht nach eher einen Blick in ein Lexikon werfen. Und wer Unterhaltung sucht, ist bei "Dumas pére oder Heinrich Mann" besser aufgehoben, findet er. Darüber hinaus mutet ihm seltsam an, dass Siorac, der Erzähler im Roman, wie ein Zuschauer wirkt und in seinem "Kaminzimmer" bleibt, während Frankreich eine Zeit der Wirren und Intrigen durchmacht. Kilb kann das Buch nur aus einem einzigen Grund empfehlen: "Über Wochen half es ihm zuverlässig in den Schlaf".
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