Pinguine streiten gerne. Auch über die Frage nach Gott. Sieht Gott alles? Gibt er Regeln vor? Oder gibt es ihn vielleicht doch gar nicht? Noch während die drei Pinguine sich darüber streiten, beginnt es zu regnen: die Sintflut. Zwei Tickets für die Arche Noah sind noch zu kriegen. Aber was ist mit dem dritten Pinguin? Kurz entschlossen schmuggeln die zwei Pinguine den dritten auf die Arche. Eine turbulente Reise nimmt ihren Lauf ...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2007
Hans Ten Doornkaat hat sich über Ulrich Hubs aus einem Theaterstück und Hörspiel entstandenen Kinderbuch köstlich amüsiert, wobei er betont, dass es über den Witz der üblichen Kindergeschichten weit hinausgeht. Das Buch dreht sich um drei Pinguine, die sich entgegen der Anweisung allesamt an Bord der Arche Noah schleichen und dort allerlei philosophische Überlegungen anstellen, immer in der Angst, entdeckt zu werden, fasst der Rezensent zusammen. Trotz der biblischen Vorlage handelt es sich nicht um eine theologische Bearbeitung des Themas, sondern beruht vielmehr auf der kindlichen Ader fürs "Staunen und Fragen", so der Rezensent zufrieden. Er muss zwar zugeben, dass für ihn die Hörspielfassung noch mehr Schmiss hat, weil er sich über die philosophischen, Dialoge der Pinguine so amüsiert hat. Doch auch die Buchfassung, die, wie er versichert, keine "Zweitverwertung", sondern eine veritable Neuschöpfung darstellt, überzeugt mit ihren wunderbar absurden Einsichten und nicht zuletzt mit den Illustrationen von Jörg Mühle, so Doornkaat hingerissen.
Das Buch findet Angelika Ohland gut zum Zweifeln. Dass die Autoren das Thema Religion wenig traditionsbewusst und bildungsbeflissen angehen, gefällt ihr. Für sie ein Weg, den mit dem Glauben konfrontierten Menschen ernst zu nehmen. Realistisch erscheint der Rezensentin auch der Umstand, dass das "Süßliche, Niedliche" fehlt, obwohl drei Pinguine auftreten, die auf die Arche drängen. Das Buch zeige "das Böse im Pinguin" und stelle "böse Fragen".
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