Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andreas Eckert

Herrschen und Verwalten

Afrikanische Bürokratien, staatliche Ordnung und Politik in Tanzania, 1920-1970

Cover: Herrschen und Verwalten

Oldenbourg Verlag, München 2007
ISBN-10 3486579061
ISBN-13 9783486579062
Gebunden, 313 Seiten, 49,80 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit 5 Abbildungen. Am Beispiel Tanzanias stellt Andreas Eckert jene Afrikaner in den Mittelpunkt, die zunächst Funktionen im kolonialen Staatsapparat ausübten und dann - mit der Unabhängigkeit - das Erbe der europäischen Kolonialherren an der Spitze des Staates antraten. Die afrikanischen Verwaltungsmitarbeiter nahmen in der kolonialen Ordnung eine zentrale Rolle ein und agierten als Mittler und Übersetzer zwischen Kolonisierenden und Kolonisierten. Diese Position eröffnete ihnen neue Handlungsspielräume und Möglichkeiten, die weit über das hinausgingen, was die kolonialen Organigramme ihnen als Tätigkeitsfelder zuwiesen. Vor dem Hintergrund ihrer enorm heterogenen Erfahrungen, Verhaltensweisen und Handlungsspielräume schreibt der Autor eine politische Geschichte Tanzanias über einen Zeitraum von rund fünfzig Jahren.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.11.2007

"Gut geschrieben und sehr plastisch" findet Rezensent Michael Epkenhans diese Studie, deren Autor Andreas Eckert er als einen der besten Kenner der Geschichte Afrikas vorstellt. Am Beispiel der zunächst deutschen, dann britischen Kolonie Tansania versuche er, die lange Entwicklung nachzuzeichnen, die aus seiner Sicht für die heutigen afrikanischen Verhältnisse verantwortlich sei. Sowohl der Quellenreichtum als auch die zahlreichen Interviews mit afrikanischen Zeitzeugen tragen aus Sicht des Rezensenten zur beeindruckenden Qualität dieser Studie bei, die Zusammenhänge mustergültig aufzeige und so viel Verständnis für den "geschundenen Kontinent" beim Rezensenten wecken konnte.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2007

Instruktiv findet Rezensent Hans Jochen Pretsch dieses Buch über die politische Entwicklung Tansanias von 1920 bis 1970, das Andreas Eckert vorgelegt hat. Er rekapituliert in groben Zügen die Entwicklung dieses afrikanischen Landes, das Kolonie des Deutschen Reiches war, dann von den Briten regiert wurde bis es 1961 in die Unabhängigkeit überging. Die Quellenlage scheint Pretsch ziemlich mager. Dennoch gelingt es dem Autor in seinen Augen, ein "differenziertes Bild" von sozialen Strukturen, Bildungsmöglichkeiten, agrarischer Kultur und städtischem Leben, Gewerkschaften und Parteienbildung der afrikanischen Gesellschaft zu zeichnen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren