Mit 55 Schwarzweißabbildungen und 4 Zeichnungen. Unter den im Altertum kultisch bedeutsamen Pflanzen spielt Myrte eine herausragende, facettenreiche Rolle. Die Bilderwelt der griechischen Vasen ist hervorragend geeignet, dieser Rolle nachzuspüren, da in ihren Darstellungen pflanzliche Attribute - vor allem Kränze - so vielfach begegnen und Blattornamente als sehr häufig sinnvoll gewählte Rahmen erscheinen. Voraussetzung, um diesen Sinn zu erfassen, ist natürlich, die Blätter richtig zu identifizieren, mehr noch, zu erkennen, durch welche Merkmale die Maler sie kenntlich machten. Diesem Fragenkomplex wird hier, unterstützt von zahlreichen Abbildungen, nachgegangen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2007
Als sehr eingehende Untersuchung der Mythologie der antiken griechischen Flora am Beispiel der Myrte schätzt Andrea Winklbauer diese Monografie der Archäologin Erika Kunze-Götte. Höchst aufschlussreich findet sie die Auseinandersetzung mit der Rolle der Myrte in der Bildwelt der Antike anhand der silhouettenhaften Malerei auf Vasen der archaischen und klassischen Zeit. Unter dem "insistierenden Blick" der Autorin kämen dabei nicht wenige fast verstummte Erzählungen wieder zum Vorschein. Winklbauer attestiert der Autorin eine genaue Unterscheidung der diversen Modi der Darstellung der Myrte und ebenso genaue Interpretationen. Deutlich wird für sie, dass die Myrte je nach Kontext Verschiedenes bedeuten konnte: "Die kapriziöse Myrte, erfahren wir, funktioniert auf den attischen Vasen wie eine Vokabel, deren mögliche Bedeutungen man nun wieder erlernen kann."
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