Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Perikles Monioudis

Land

Roman

Cover: Land

Ammann Verlag, Zürich 2007
ISBN-10 3250601128
ISBN-13 9783250601128
Gebunden, 304 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Ein junger Mann, im diplomatischen Dienst der Schweiz in Berlin stationiert, macht sich auf den Weg rund ums Mittelmeer, um seinen griechischen Vorfahren nachzuspüren. Als Zuckerbäcker waren sie von Griechenland nach Alexandria in Ägypten aufgebrochen und haben dort eine in der ganzen Levante berühmte Konditorei und Zuckerbäckerei geführt. Als sie Ägypten fluchtartig verlassen mussten, kam die Familie in die Schweiz. Einzige Hinterlassenschaft des einst stolzen Backhauses ist ein Rezeptbuch, jedoch nicht materiell im Besitz der Erben. Man weiß nur darum, und man weiß auch, dass dieses Buch die geheimsten Rezepte für die Herstellung der gefragtesten Köstlichkeiten enthält...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2008

Freundlich, aber ohne jeden Überschwang schreibt Sabine Doering über den jüngsten Roman des Schweizer Autors Perikles Monioudis. Durchaus autobiografisch dabei der Migrationshintergrund des namenlos bleibenden Helden, der sich als Diplomat durch Europa bewegt. Als zweite Hauptfigur ist eine in Barcelona lebende Frau im Spiel, mit der der Held einst zusammen war. Zur Begegnung freilich kommt es nicht, wie überhaupt, so Doering doch etwas bedauernd, Monioudis auf alle Formen narrativer Schließung oder auch Spannungserzeugung demonstrativ keinen Wert legt. Auf der anderen Seite sieht die Rezensentin sehr wohl die Stärken des Autors: Seine "anspruchsvolle Ästhetik der Gleichzeitigkeit" sieht sie in Momentaufnahmen und Szenenbeschreibungen überzeugend umgesetzt. Auch dass zu dem im Roman vorgeführten Kosmopolitismus immer auch die Schilderung der Schattenseiten der bereisten Länder und Regionen gehört, verbucht Doering auf der Habenseite.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2007

Von großem Respekt für das Projekt des Autors Perikles Monioudis zeugt Dorothea Dieckmanns Rezension seines neuen Romans. Was mitunter am Werk von Monioudis kritisiert werde, nämlich die Unterkühltheit seiner Prosa, die bei der Lektüre eher "Befremdung" als Nähe auslöst, sei genau das, worum es dem Autor gehe. Das werde auch in "Land" sichtbar, einem Roman, der die Darstellung des "Fremden" ausdrücklich ins Zentrum stellt. Dieses Fremde wird verkörpert im Protagonisten, der nur "der Reisende" heißt, mit dem Autor so manches gemeinsam hat, und seinem Namen als einer, der immerzu unterwegs ist und keine Heimat kennt, alle Ehre macht. Eine Gegenfigur ist seine ehemalige Geliebte, "die Botanikerin", aber aus den Verhältnissen entspinnt sich keine geradlinige Geschichte. Der Roman kreist vielmehr wie ziellos in Zeit und Raum, eine Bewegung, von der sich die Rezensentin offensichtlich hat faszinieren lassen. Ausdrücklich lobt sie "die sorgfältige Komposition und die Bedeutungsvielfalt" des Romans.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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