Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2000
In einer Doppelrezenion bespricht Joachim Jahn zwei Bücher zum Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Beide sind seiner Ansicht nach "Standardwerke" und vor allem zum Nachschlagen für "praktisch tätige Juristen" konzipiert. Zwar hält sich Jahn mit einem dezidierten Urteil über die beiden Bände zurück. Aus seiner Rezension lässt sich dennoch schließen, dass er beide recht hilfreich für den Umgang mit den zahlreichen gesetzlichen Neuregelungen im Wirtschaftsrecht findet.
1.) Heinz-Bernd Wabnitz/Thomas Janovsky (Hrsg.): "Handbuch des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts" (C. H. Beck)
Jahn listet zu diesem Buch vor allem die Bereiche auf, die die Herausgeber - neben der Darstellung des eigentlichen rechtlichen Rahmens - erläutert haben. Als Beispiele dafür seien unter anderem die Computerkriminalität, illegale Beschäftigung, Geldwäsche, staatliche Transferleistungen und so genannte Briefkastenfirmen genannt. Ergänzt wird die Darstellung, wie Jahn betont, durch Überlegungen zu "Fahndungs- und Verteidigungsstrategien sowie einen historischen Abriss".
2.) Christian Müller-Gugenberger/Klaus Bieneck (Hrsg.): "Wirtschaftsstrafrecht" (Aschendorff Rechtsverlag/Verlag Dr. Otto Schmidt)
Anders als Wabnitz/Janovsky haben die Autoren dieses Buchs sich vor allem auf Fragen konzentriert, die unmittelbar für Betriebe von Belang sind, erklärt Jahn. Als Beispiele dafür nennt er hier unter anderem "Produkthaftung, Insiderhandel, Haushaltsuntreue im Bereich öffentlicher Kassen" und einiges mehr. Jahn betont, dass sich die Autoren mit einem eigenen Kapitel auch dem Außenwirtschaftsstrafrecht widmen, worunter auch das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie Fragen zu internationalen Embargos fallen.
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