Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Giwi Margwelaschwili
Officer Pembry
Klappentext
Officer Pembry ist überrumpelt: In einem rund einhundert Jahre alten Thriller namens "Das Schweigen der Lämmer" soll seine Zukunft eingeschrieben sein. Er soll einem intelligenten Kannibalen namens Hannibal Lecter zum Opfer fallen, wenn dieser aus dem Gefängnis ausbricht. So jedenfalls behauptet es der Beamte Meinleser von der Prospektiven Kriminalpolizei, der alles andere als verrückt zu sein scheint. Pembry muss also, um seinem Schicksal entgehen zu können, zur Lektüre greifen, und das Buch gegen den Strich lesen, um seine Haut zu retten. Giwi Margwelaschwili legt erstmals seit zehn Jahren wieder einen Roman über die "Lese-Lebenswelt" vor, ein intelligentes Spiel mit Lesewirklichkeiten und der Bedeutungvon Lektüre für die Leser und die Gelesenen.
Rezension Perlentaucher
Der Kriminalist wird zum überpräzisen Philologen, der noch in der verstecktesten Nebenbemerkung des zukünftig wirklichkeitsdeterminierenden kriminalliterarischen Texts nach Eingriffsmöglichkeiten sucht. Auf faszinierende Weise enervierend ist es, wie Margwelaschwili zur Beschreibung der metafiktionalen Sachverhalte eine artifizielle Begriffssprache, ja geradezu eine Scholastik der Text- und Realverhältnisse entwickelt, in der haarfein auf "lesestofflich vorgeschriebene Blickwinkel", "thematische Blickzwänge", "unthematische Betrachter" und eine Unzahl weiterer Faktoren zu achten ist...
Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2008
Oliver Jungen staunt nicht schlecht, was sich in Sachen Hermeneutik und Metathematik auf fiktionaler Ebene so alles anstellten lässt. Dass der Berliner "Partisanenliterat" Giwi Margwelaschwili eine mit dem kannibalistischen Tod bedrohte Figur und ein prospektives Polizeidezernat zur Vermeidung literarisch vorprogrammierter Verbrechen ins Leben ruft, findet er großartig. Ebenso des Autors Fähigkeit, die aufgefahrene dekonstruktivistische Masse dem Leser nicht vom Lehrstuhl herunter, sondern "lebensweltlich" zubereitet zu servieren. Als einwandfrei jedoch kann Jungen das Buch nicht empfehlen. Stilistisch nämlich erinnert es den Rezensenten an eine "Machbarkeitsstudie" aus der Bundessteuerbehörde. Inhaltlich kommt es ihm zumindest spanisch vor, dass die Charaktere eines Romans über das Eigenleben literarischer Figuren derart wenig an selbigem zu bieten haben sollten wie in diesem Buch.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








