Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 03.02.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rainer Böhme, Petra Bruns, Werner Bruns

Die Altersrevolution

Wie wir in Zukunft alt werden

Cover: Die Altersrevolution

Aufbau Verlag, Berlin 2007
ISBN-10 3351026447
ISBN-13 9783351026448
Gebunden, 239 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

WG statt Altersheim, zurück an die Uni, Sex im Alter: Die jetzt in Rente gehende Generation wird die Kultur des Alterns radikal verändern. Das Buch zeigt konkrete Lebensmodelle älterer Menschen in den nächsten Jahren - fundiert, geistreich, unterhaltsam und durchaus polemisch. Deutschland muss sich darauf einstellen, dass die künftigen Rentner-Generationen sich nicht in Seniorenheime und Schrebergärten zurückziehen, dass sie weder sparsam noch angepasst ihre letzten Lebensjahre verbringen. Vielmehr wird die zahlenmäßig starke, anspruchsvolle und protesterfahrene Gruppe der 68er sich noch einmal daran machen, einen ganzen Lebenszyklus umzugestalten. Es ist absehbar, dass sich die einstigen Rebellen der Wohlstandsgesellschaft auch dann noch an den Werten und Idealen ihrer Jugend orientieren werden, wenn sie im Ruhestand sind. Konkrete Beispiele zeigen, dass die Altersrevolution schon heute begonnen hat.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.09.2007

Rezensent Johannes Klotz kann diesem Buch über die "Altersrevolution", die von der 68er-Generation ausgehen soll, nichts abgewinnen, und er glaubt, dass die Autoren damit nur einem Modetrend folgen. Zunächst einmal mutet es den Rezensenten seltsam an, dass die Autoren von Joschka Fischer bis Uschi Glas alle im passenden Alter gleichermaßen den 68ern zuschlagen. Dann gibt er zu bedenken, sie ließen dabei völlig außer Acht, dass die Alten von morgen nicht alle über die nötigen finanziellen Mittel verfügen werden, um sich eine freie Gestaltung ihres Lebensabends wirklich leisten zu können. Schließlich findet er es reichlich abwegig, dass hier eine ganze Generation ohne Differenzierung als "links" eingeschätzt wird.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.07.2007

Rezensentin Susanna Gaschke mochte dieses Buch über die Achtundsechziger-Generation und das Alter, hat es ihr doch die Einsicht beschert, nach "den vielen anderen Dingen" mache diese Generation nun auch das Alter nieder. Oder könne sich etwa jemand Joschka Fischer im beigen Blouson beim Verzehr eines Seniorentellers vorstellen? Aber so ganz froh ist die Rezensentin mit dem Buch dann doch nicht geworden, denn es fehlt darin aus ihrer Sicht an Entschlossenheit, was Thesen und Perspektiven betrifft. So offenbart ihr das Buch am Ende eher die Sehnsucht der nachfolgenden Generation (der die Autoren angehörten), selber doch auch so eine "generationelle Schlagkraft" wie die Achtundsechziger zu haben.

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Archiv: Bücherschauen

Für ein Happy End

03.02.2012: Die FAZ versinkt in William Trevors sehr irischem Roman "Turgenjews Schatten", der von der Liebe zweier Menschen erzählt, die einfach nicht für das Leben gerüstet sind. Die SZ liest Krimis von Buddy Giovinazzo, verübelt ihm aber, dass er den literarischen Wahnsinn zum Tiefstpreis verschleudert. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Peter Nadas: Parallelgeschichten

26.01.2012: Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren