Wolf Schneider

Glück!

Eine etwas andere Gebrauchsanweisung
Cover: Glück!
Rowohlt Verlag, Reinbek 2007
ISBN 9783498063924
Gebunden, 303 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Wolf Schneider zieht in diesem Buch die Summe aus 30 Jahren Beschäftigung mit der Frage, was das Glück ausmacht und wie man es steigern kann. Und deshalb sind seine Rezepte für ein glücklicheres Leben anders, als die meisten: realistisch. Noch ein Buch zum Thema Glück? Ja, aber ein anderes: realistisch, fröhlich, enzyklopädisch - und voller Überraschungen. Seit über 30 Jahren beschäftigt sich Wolf Schneider mit der Frage, was das Glück ausmacht und mit welchen Rezepten man es steigern kann. Jetzt hat er es aufgeschrieben: alles Wissenswerte über das Glück in einem Buch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.06.2007

In engen Grenzen hält sich Iris Hanikas Begeisterung über Wolf Schneiders Glücks-Buch. Skeptisch äußert sie sich über die Auffassung des Glücks als etwas, das mechanisch hergestellt werden könnte. Die elementare Frage nach dem Glück scheint ihr bei Wolf sehr "heruntergekocht". Andererseits findet sie in dem Buch nichts, was sie für wirklich falsch hielte. Allenfalls Wolfs Vorstellung der Psychoanalyse weist sie als platt zurück. Insgesamt kann das Werk ihr Interesse nicht so richtig wecken, weil es ihr einfach nicht besonders interessant scheint. Auffällig an dem Buch findet sie weniger den Inhalt als seine Form. Das Buch führt in ihren Augen nämlich vor, wie routiniertes journalistisches Schreiben funktioniert. So liest es sich für sie über weite Strecken wie die "Pflichtübung eines leitenden Redakteurs".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2007

Mit großem Spaß und einigem Behagen hat Rezensent Timo Frasch dieses Buch des Journalisten Wolf Schneider gelesen, der ihn mit einigen frappanten Gedanken überraschen konnte. Zum Beispiel, dass es das große Glück ohnehin nicht gibt, oder dass Glück auch gar nicht das Wichtigste ist. Michelangelo, stützt Frasch diese Behauptung, sei auch nicht glücklich gewesen, als er sechs Jahre lang auf dem Rücken liegen musste, um die Sixtinische Kapelle zu gestalten. Doch auch wenn der Rezensent den sehr belesenen Autor eigentlich schätzt, räumt er ein, dass Wolf in diesem Band vor allem den "effektvollen Aphorismus" pflegt, große Gedankengebäude stünden ihm fern. Die Fundamentalkritik an Menschheitsdenkern wie Platon, Marx, Hegel oder Thomas Morus will Frasch nicht gelten lassen. So spöttelt Frasch zum Schluss freundlich, dass Wolf im Grunde neu und elegant formuliere, was uns schon Boxweltmeister Graciano Rocchigiani mit auf den Weg gegeben hat, wie Frasch zitiert: "Wat braucht der Mensch außer Glotze gucken, 'n bisschen bumsen, n' bisschen Anerkennung."

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