Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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Thomas Brussig
Berliner Orgie
Klappentext
Gefällt einem Sex auch, wenn man dafür bezahlt? fragt sich der Schriftsteller Thomas Brussig und bekennt: "Ich habe mal wenige Kilometer nach der Einreise in Tschechien am Straßenrand gehalten, weil ich dachte, sie würde trampen. In eine Nachtbar mit blinkenden Lichtern und blickdichten Fenstern bin ich nie gegangen." Warum also reizt es ihn trotzdem, sich mit den Berliner Orten der Lust zu beschäftigen? Weil er diese Welt nicht kennt. Weil er nicht glaubt, daß Geld einfach alle Regeln zwischen Männern und Frauen aufheben kann. Weil er seine Vorbehalte gegen das Milieu zu verlieren hofft. Im Stil eines literarischen Flaneurs stellt Thomas Brussig viele Fragen, die wir nie zu fragen wagten, und erfährt von Menschen, Leidenschaften, Begierden und Wünschen, die sich noch immer mit der Prostitution verbinden.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2007
Für Johanna Adorjan befindet sich die Reportage, in der der Autor Thomas Brussig Berliner Bordelle in Augenschein nimmt, auf dem gleichen Niveau wie das Boulevard-Blatt, das sie in Auftrag gegeben hat. Drei mögliche Lesarten ergeben sich für die angesichts der an den Tag gelegten Naivität, Peinlichkeit und Frauenverachtung ungläubig staunende Rezensentin: einmal als tatsächlich ernst gemeinter Test-Bericht für zukünftige Kunden, dann als Bericht über Lokalitäten, die nicht jeder in seinem Leben aus eigener Anschauung kennen lernt, und schließlich als Selbstporträt eines Autors. Hier erfährt die Rezensentin allerdings mehr als erwünscht, wie sie abgestoßen mitteilt, und sie ist besonders von der, wie sie meint, sich von Kapitel zu Kapitel steigernde Verachtung gegenüber den Prostituierten und Frauen überhaupt, entsetzt.
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Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...
Archiv: Bücherschauen
Das wäre ja der Tod
19.03.2010: Die FAZ schwärmt vom lakonischen Witz in Tom Drurys Roman "Der Tod des Vandalismus", dem sie mit Begeisterung zu den skurrilsten Orten der amerikanischen Provinz folgt. Die Sagen der Säufer, Zocker und Loser lässt sich die FR von Clemens Meyer erzählen. Großes Lob vergibt die SZ an Andreas Schäfers Roman "Wir vier". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


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