Verführt Feminismus Frauen zu Karriere und Kinderlosigkeit? Ignoriert er die "nackten Tatsachen" der Biologie? Ist er ungeil und männerfeindlich? Hartnäckig halten sich über "Geschlecht" und "Feminismus" eine Reihe fragwürdiger Behauptungen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes waren gern dafür zu gewinnen, die Hirngespinste mit einem Cocktail aus Fakten, Esprit und Pluralität auszuräumen.
Dankbar nimmt Heide Oestreich diesen von Mirja Stöcker zusammengestellten Band auf, der ihrer Meinung nach einen entscheidenden Leerraum in derzeitigen Diskussionen um Frauenrollen und -modelle füllt. Denn während die eine Seite in ihrem Frauenbild zu unbefleckt von jeglichen feministischen Errungenschaften daherkommt, scheint die andere zu erfolgreich und "cool", um sich überhaupt noch mit dem Feminismus in Verbindung zu bringen. "Das F-Wort" will nun den alten Feminismus auf einen neuen Stand bringen, und laut Ostereich tut dies dieser Band "erstaunlich frisch und unverstellt". "F" steht hier nämlich für Freiheit. Es geht den Autorinnen und Autoren des Bandes darum zu erkunden, wie in den Strukturen einfach genug Spielraum für die Einzelnen behauptet werden kann. Hierbei bleiben die meisten Beiträge durchaus im "Modus der Kritik" an gängigen Geschlechterklischees, sei es in der Hirnforschung oder der Werbung. Und absolut überzeugend findet Oestreich den Hinweis der Herausgeberin Stöcker, dass Feminismus vielleicht nicht immer komisch sei, die weitaus größeren "Spaßbremsen" aber Diätenwahn und mangelnde Kinderbetreuung seien.
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