Mit Porträts von Nikolaus von Kues, Georgios Gemistos Plethon, Basileios Bessarion, Marsilio Ficino, Giovanni Pico della Mirandola, Pietro Pomponazzi, Girolamo Fra castoro, Iacopo Zabarella, Francesco Tetrarca, Lorenzo Valla. n keinem anderen Land Europas gibt es eine so alte, seit der Antike ungebrochene Tradition des Philosophierens wie in Italien. Trotzdem ist Italien als Land der Denker vielfach noch immer unentdeckt. Dieses Buch eröffnet die Möglichkeit, eine ganze Galerie von italienischen Denkern aus der Nähe kennenzulernen: als ganz außergewöhnliche Köpfe, die das europäische Denken insgesamt vorangebracht haben, als auch in ihrem Leben faszinierende Individuen und Entdecker von höchst originellem Profil. Die Porträts, die sowohl für sich wie im Gesamtzusammenhang gelesen werden können, sind eine Einladung, in ein zu Unrecht oft übersehenes Gesicht Italiens zu schauen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2007
Licht ins Schattendasein der Renaissance-Philosophie bringt dieser Band allemal, findet Dieter Thomä. Und Thomas Sören Hoffmanns Mix aus Biografischem und Werkzusammenfassungen hält er auch für gelungen, den Leser "im Ganzen" für "gut bedient". Allerdings hat er Einwände im Detail. Das beginnt beim Titel, den er "irreführend" nennt, weil doch eindeutig die Renaissance im Zentrum steht, geht über die Thomä zu kurz geratene Erörterung der Koflikte, die beim Versuch der Renaissance entstanden sind, einander Widerstrebendes zusammenzubringen ("Vorboten heutiger Kulturkämpfe"). Und endet bei den "konzeptionellen Schwächen" des Bandes. Warum, fragt Thomä, bloß zehn Seiten für Petrarca, aber 26 für Georgios Gemisthos Plethon, und warum gar kein Dante?
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