13 Jahre nach "Stalins ungeliebtes Kind" legt Wilfried Loth eine Bilanz der Forschungen zur sowjetischen Deutschlandpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg vor. Was sagen die Moskauer Archive über die Intentionen Stalins, über sein Programm für das besiegte Deutschland und über seine Motive? Wie hat sich die sowjetische Deutschlandpolitik in der Auseinandersetzung mit den westlichen Alliierten und den Gegebenheiten im besetzten Deutschland entwickelt? Wer hat auf die Politik Stalins Einfluss genommen, und wie sind seine Nachfolger mit dem Erbe der Stalinschen Deutschlandpolitik umgegangen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2007
Bemerkenswert scheinen Rolf Steininger die Studien Wilfried Loths über die "Sowjetunion und die deutsche Frage". Vor allem die Ausführungen zur Stalin-Note 1952, die nach Ansicht Loths eine echte Chance zur Wiedervereinigung eröffnete, haben Steiniger interessiert. Über Loths These, die Sowjetunion habe seit Sommer 1945 die Einheit Deutschlands gegenüber einer möglichen Teilung in Ost und West vertreten, lässt sich seines Erachtens trefflich streiten. Dennoch bescheinigt er dem Autor, für diese These "gute Argumente" zu haben. Besonders hebt er ein Dokument, Erläuterungen Georgij Malenkows, hervor, das Loth in seinem Aufsatz "Wandel der sowjetischen Deutschlandpolitik" anführt.
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