Bücherschau der Woche
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Manuela Golz
Ferien bei den Hottentotten
Klappentext
Monika ist zwölf und wächst Ende der 70er Jahre in einer typischen Westberliner Familie auf: Spießige Eltern, Schrankwand und Wagenradlampe, Tagesschau um 20 Uhr, mit dem Ford auf der Transitstrecke. Als ihr großer Bruder in eine Landkommune in Westdeutschland zieht - zu den "Hottentotten", wie ihr Vater sagt -, und Monika kurz darauf ihre Sommerferien dort verbringen darf, verändert sich ihr Leben schlagartig.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2007
Unter den vielen Rückblicken in Kindheit und Jugend der 70er und 80er Jahre, betritt Manuela Golz mit ihrem in West-Berlin spielenden autobiografischen Roman Neuland, freut sich Martin Otto. Die Hauptfigur, die 1965 geborene Monika Kleeve, wächst in Reinickendorf auf und durchlebt hier im Schatten der Mauer ihre Kindheit, immer wieder durchbrochen von Urlaub in der Landkommune ihres Bruders, erklärt der Rezensent, der glaubt, dass es vor allem dem Humor dieses Romans geschuldet ist, dass das Buch besonders beim Berliner Lesepublikum so gut angekommen ist. Der Rezensent lobt den flüssigen Stil und betont dankbar, dass Golz es nie an "Distanz" zu ihrer jugendlichen Heldin fehlen lässt. Zudem sei die Autorin Meisterin des Aussparens, was ihm insbesondere hinsichtlich des stets untergründig präsenten erotischen Bereichs geglückt erscheint. Die Kritik, die er anzumerken hat, wie an den ins Nichts verlaufende Handlungsmotive oder dem manchmal etwas künstlich wirkende "Plauderton", möchte er allein dem Lektorat, beziehungsweise dem fehlenden Lektorat zur Last legen. Ansonsten ist er insbesondere von der dichten Charakterzeichnung des Vaters der Protagonistin oder der beklemmend genau beschriebenen Atmosphäre an der Gesamtschule Monikas sehr fasziniert.
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Uangenehm plausibel
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