Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Bis heute gilt Heinrich Harrer als kaum hinterfragtes Idol einer ganzen Bergsteigergeneration und der internationalen Ökologie- und Esoterikbewegung. Wie kaum ein anderer Österreicher erreichte Heinrich Harrer einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Sein 1952 erschienener Beststeller "Sieben Jahre in Tibet" machte den ehemaligen SS-Oberscharführer zum Helden einer ganzen Generation abenteuerbegeisterter Jugendlicher. Seine Schilderungen legten den Grundstein heutiger Tibet-Esoterik, für ein gigantisches Geschäft mit Tourismus, Sehnsüchten und Klischees fernab politischer und sozialer Realitäten der Himalaya-Region. Der Name Harrer wurde zum Inbegriff für eine Kultur des Bewunderns und Verherrlichens, in der eine Auseinandersetzung um sein Engagement für das Dritte Reich und die Hintergründe der Esoterik-Bewegung keinen Platz haben durfte. Nun hat Lehner seine mehrjährigen Rechercheergebnisse zusammengetragen und zeichnet ein bislang unbekanntes Bild des Bergsteigeridols und seiner Inszenierung vom NS-Regime über Tibet bis Hollywood.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.03.2007
Alexander Jürgs preist den Band, in dem Gerald Lehner die Verstrickung des österreichischen Bergsteigers und ehemaligen Beraters des Dalai Lama Heinrich Harrer mit dem NS-Regime aufdeckt, als bedeutungsvolles Buch, das nicht zuletzt eine stärkere Auseinandersetzung Österreichs mit seiner jüngsten Vergangenheit anmahnt. Lehner hatte bereits in einem Stern-Artikel aufgedeckt, dass Harrer schon seit 1933 Mitglied der österreichischen SA war. Das vorliegende Buch schildert nun nicht allein die Recherchegeschichte dieses Falls, sondern beschreibt auch die vielsagenden öffentlichen Reaktionen auf die Demontage eines Volkshelden, stellt Jürgs interessiert fest. Er zeigt sich von der Courage und dem Engagement des Autors sehr beeindruckt und sieht seine Freude nur durch die vielen Grammatikfehler und Wiederholungen, die der Band bedauerlicherweise aufweise, getrübt.
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