Eliten sind im letzten Jahrzehnt in Deutschland wieder im Gespräch. Ihre Notwendigkeit und Förderung ist zu einem beliebten Thema der Reformdiskussion geworden. In den Beiträgen wird die abnehmende Bedeutung traditioneller und die Entstehung neuer Eliten mit neuen Handlungsspielräumen untersucht. Es zeigt sich, dass Skepsis angebracht ist gegenüber der Erwartung, eine Rückkehr zum Modell einer Elitengesellschaft könne die aktuellen Probleme lösen. Mit Beiträgen von Dirk Baecker, Rüdiger vom Bruch, Michael Hartmann, Karl Ulrich Mayer, Herfried Münkler, Armin Nassehi, Frank Nullmeier, Birger Priddat, Nico Stehr, Wolfgang Streeck und anderen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.03.2007
Leonhard Neidhart kann dieses Buch allen empfehlen, die Interesse für das Thema aufbringen. Offenbar bedarf es einigen Durchaltenwillens, um aus dieser sehr ins Spezielle gehenden Behandlung Gewinn zu ziehen. Der Band versammelt 21 Aufsätze von Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen, die sich mit der Bildung und Reproduktion von Eliten in Deutschland beschäftigen. Besonders hervor hebt Neidhart einen recht "listigen" Text über die Rekrutierung des deutschen Führungsnachwuchses, der vor allem nach Gesichtspunkten der Opportunität und "taktischer Intelligenz" rekrutiert werde. Im Gegensatz zu seinen französischen Pendant fehlt es ihm daher oft an elitärem Bewusstsein und Stil.
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