Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
4 Audio-CDs und eine MP3-Version. 310 Minuten Laufzeit. Gelesen von Manfred Zapatka. Auf einem Schiff berichtet Kapitän Marlow, selbst Seemann mit Leib und Seele , den Matrosen von einer lange zurückliegenden Fahrt in den Kongo und begibt sich damit erneut auf die Reise in dieses Herz der Finsternis , in dem Elfenbeinraub und Versklavung zur Tagesordnung gehören. Die von Joseph Conrad hier vorgetragene Gesellschaftskritik wurde sprichwörtlich: Die Ruhe vor dem Sturm, die Explosion, mit der die Finsternis in den vermeintlich hellen Glanz des Fortschritts einbricht und alles hinwegfegt, sind seine Sujets, die er mit psychologischem Gespür für die Charaktere seiner Gestalten zu Sinnbildern unserer Zeit werden ließ.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2007
Anlässlich des 150. Geburtstags von Joseph Conrad hat sich Wilhelm Trapp Hörbücher von dessen Romanen angehört und er findet, dass sie sich nicht zuletzt deshalb so gut zum Vorlesen eignen, weil der Autor darin jeweils einen Erzähler bemüht, der die Geschehnisse als Augenzeuge berichtet. Der Rezensent hat sich offensichtlich mehrere Versionen von Hörbuchfassungen des 1902 erschienenen "Herz der Finsternis" angehört und preist enthusiastisch die von Manfred Zapatka eingelesene Fassung als die überzeugendste und den "ruhigen Extremschauspieler" als die Idealbesetzung. Der Roman handelt von einer Fahrt auf dem Kongo, deren Ziel der Elfenbeinhändler Kurtz - im Buch als das inkarnierte Böse geschildert - ist, fasst der Rezensent zusammen. Wie der Sprecher Kurtz' Gefolgsmänner in ihrer fanatischen Bosheit schildert, preist Trapp als absolut überzeugend, aber beinahe noch mehr beeindruckt ihn, wie Zapatka Kurtz selbst fast sympathisch erscheinen lässt und ihn damit umso genauer als das "charismatische, moderne Böse" zeigt, dem Conrad in dieser Figur Gestalt verliehen hat.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2007
Rezensent Martin Z. Schröder ist beeindruckt von den Nuancen, die der Vorleser Manfred Zapatka in seine Interpretation von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" legt. Er geht in seiner Meinung nach in bemerkenswerter Weise auf den Text ein, passt seine Stimme dessen Stimmungen an und belegt damit " dass der Vortrag des Gedruckten eine Art Übersetzung ins Gesprochene sein kann." Zugleich gelingt es ihm, den in schriftlicher Form sehr "gedankendichten" Text, den man sich als Leser mit hoher Konzentration zu Gemüte führen muss, aufzulockern, indem er sich beim Vortrag "die Zeit nimmt", die der Kurzroman braucht, um seine Wirkung zu entfalten.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







